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Anatomie

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Anatomie menschliches Skelett, knöcherne Hand mit Handwurzelknochen
Autochtone Rückenmuskulatur, medialer Strang

Anatomie menschliches Skelett, knöcherne Hand mit Handwurzelknochen
Halswirbel der Halswirbelsäule von dorsalAnatomie menschliches Skelett, knöcherne Hand mit Handwurzelknochen

Lendenwirbelsäule und Becken von dorsal

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Anatomie Rücken mit Rückenmuskulatur, autochtone tiefe Rückenmuskeln

Der Rücken (Dorsum) ist beim Menschen die hintere Seite des Rumpfes, die sich vom unteren Rand des Nackens bis zur Gegend der Lende bzw. zur Spitze des Steißbeins erstreckt. Die autochthone Rückenmuskulatur ist der wichtigste Teil des aktiven Bewegungsapparates des Rückens. Die tiefe Rückenmuskulatur reicht vom Ligamentum nuchae (im Nacken) bis zur Fascia thorakolumbalis (im Lendenbereich). Der muskuläre Halteapparat der Wirbelsäule ist für den aufrechten Gang sehr wichtig. Die tiefen Rückenmuskeln sind so angelegt, dass sie unmittelbar auf das Achsenskelett wirken können und teilweise in einer osteofibrösen Rinne verlaufen, die vorn von den Rippen und den Querfortsätzen der Wirbel, medial von den Dornfortsätzen und dorsal von den Aponeurosen (Fascia thoracolumbalis, Fascia nuchae) der oberflächlichen Rückenmuskeln gebildet wird. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Rücken
Tiefe Rückenmuskeln

Als Muskulatur bezeichnet man ein Organsystem, welches die Gesamtheit der Muskeln umfasst. Wird der Begriff im Zusammenhang mit anderen Körperteilen benutzt, wie z.B. bei den Bezeichnungen Bauchmuskulatur oder Rückenmuskulatur, so bezieht sich die Aussage auf die Muskelgruppen des jeweiligen Körperabschnitts und ihre Wechselwirkung.
Die tiefen Rückenmuskeln sind so angelegt, dass sie unmittelbar auf das Achsenskelett wirken können und teilweise in einer osteofibrösen Rinne verlaufen, die vorn von den Rippen und den Querfortsätzen der Wirbel, medial von den Dornfortsätzen und dorsal von den Aponeurosen (Fascia thoracolumbalis, Fascia nuchae) der oberflächlichen Rückenmuskeln gebildet wird. Durch ihre segmentale Innervation über die hinteren Äste (Rami dorsales) der Rückenmarksnerven (Nervi spinales) lassen sie erkennen, dass sie am Ort ihrer ursprünglichen Entstehung geblieben sind und deshalb autochthone Muskeln oder M. erector spinae genannt werden. Zweckmäßig unterscheidet man einen medialen Strang, der sich auf die Muskelzüge an den Dorn- und Querfortsätzen beschränkt sowie einen lateralen Strang, der den Darmbeinkamm (Crista iliaca) und die Rippen in Längsrichtung verbindet.
Der mediale Muskelstrang besteht zunächst aus schwachen Muskelzügen zwischen den Dornfortsätzen, dem spinalen System. Es können dabei mehrere Dornfortsätze zwischen Ursprung und Ansatz übersprungen werden (Mm. spinales).

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Stärker ausgeprägt ist das folgende transversospinale System das von den Querfortsätzen zu kranial davon liegenden Dornfortsätzen verläuft. Sind dies nur ein oder zwei Wirbel, ist die Drehungskomponente sehr groß (Mm. rotatores). Oberflächlich davon folgt der gefiederte Muskel (M. multifidus), der drei bis fünf Wirbel überspringt und im Lendenbereich sehr stark ausgebildet ist. Den Abschluss stellt der Halbdornmuskel (M. semispinalis) dar, der im Brustgebiet, aber besonders im Halsgebiet zu finden ist. Er übernimmt die Dorsalflexion des Kopfes und unterstützt Drehbewegungen der Halswirbelsäule und des Kopfes. Bei beidseitiger Kontraktion gilt der mediale Strang als der hauptsächliche Strecker der Wirbelsäule. Diese Stabilität unterstützen die variabel vorkommenden Mm. intertransversarii, die die Querfortsätze in unterschiedlicher Anordnung verbinden und desbalb zu verschiedenen Strängen gerechnet werden.
Bei einseitiger Kontraktion des medialen System ergibt sich eine graduell differenzierte Beteiligung an der Seitwärtsneigung bzw. Drehung des Rumpfes.
Der seitliche Strang enthält vor allem das sakrospinale System mit dem Darmbein-Rippen-Teil (M. iliocostalis) und dem lang gestreckten Rückenmuskel (Mm. longissimus) über alle Wirbelabschnitte. Außerdem kommen im Halsgebiet Muskelzüge von den Querfortsätzen zum Hinterhaupt als Riemenmuskel (Mm. splenius) hinzu. Neben der Streckung dienen diese Teile der Seitwärtsneigung des Rumpfes.
Die sogenannten Rippenheber (Mm. levatores costarum) beteiligen sich mehr an der Seitwärtsneigung als an der Hebung. Die kurzen Nackenmuskeln verlaufen gestaffelt von den beiden Halswirbeln, Axis und Atlas zum Hinterhaupt. Ihr Vorhandensein regelt die abgestuften und vielseitigen Bewegungen in den Kopfgelenken. So können in den oberen Kopfgelenken zwischen den konkaven Atlasflächen und den konvexen HinterhauptskondyIen die Nickbewegungen nach vorn und hinten, aber auch eine gewisse Seitwärtsneigung erfolgen.
Die unteren Kopfgelenke zwischen den verschiedenen Flächen des Atlas und des Axis dienen ausschließlich den Drehbewegungen.
Allgemein muss betont werden, dass im Bereich der Halswirbelsäule in allen drei Hauptrichtungen ausführlich bewegt werden kann. Im Brustbereich gilt die Reihenfolge: Vorwärtsneigung, Seitwärtsneigung, Streckung und Abnahme der Drehung. Im Lendengebiet sind es die Vorwärts- und Rückwärtsneigung sowie die Seitwärtsneigung.

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Medical Art Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler