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Anatomie

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Hüftgelenk, Becken mit Hüftpfanne und Femur mit Hüftkopf


Schnitt durch ein Hüftgelenk


Künstliches Hüftgelenk Endoprothese, Hüftprothese, Hüft-TEP, Hüftendoprothese

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen
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Bei der Hüfte handelt es sich um den oberen Bereich des menschlichen Beckens. Das Hüftgelenk (Articulatio coxae) ist die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Becken (Pelvis), die die Bewegung des Beins, das Gehen, bei gleichzeitiger Stabilisierung des Körpers ermöglicht. Das Hüftgelenk ist ein Nussgelenk, eine Unterform des Kugelgelenks (Articulatio spheroidea). Es besteht aus Hüftpfanne (Acetabulum) und Hüftkopf (Caput femoris). Die Pfanne wird von Anteilen des Os ilium, des Os pubis und des Os ischii gebildet. Der obere Rand der Pfanne ist durch einen knorpeligen Rand, den Limbus acetabuli verstärkt. Der Hüftkopf ist eine in etwa kugelförmige Extremität des Femur, der in die Pfanne drückt und damit eine Verbindung zwischen Bein und Rumpf ermöglicht. Die verschleißbedingte Erkrankung des Hüftgelenks (Hüftgelenksarthrose, Coxarthrose) ist eine relativ häufige Form von Arthrose. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Bewegungsapparat
Hüfte mit Hüftgelenk

Als Hüfte bezeichnet man die breitesten Stellen des menschlichen Beckens. Sie sind - vor allem wegen der knapp darunter befindlichen Hüftgelenke - für die Stabilität und Gesundheit fast des gesamten Skeletts entscheidend. Die Form der Hüften lässt Menschen schmal oder breit erscheinen. Knapp oberhalb der Hüften liegt der Schwerpunkt des menschlichen Körpers.
Die knöcherne Grundlage für diese Region bilden das Darmbein (Os ilii), das Sitzbein (Os ischii) und das Schambein (Os pubis) in ihrem Zusammenschluß zum Hüftbein (Os coxae). Bei der Hinzunahme des Kreuzbeins (Os sacrum) entsteht der Beckenring (Pelvis). Die ersten Knochenkerne treten zwischen dem 5. und 6.Keimlingsmonat auf. Sie wachsen in Richtung auf die spätere Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) zu, wo sie bis zum 6.Lebensjahr Knorpelfugen aufweisen, die röntgenologisch zur Diagnostik herangezogen werden. Das Hüftgelenk (Articulatio coxae) bietet mit seiner tiefen Pfanne, die den Oberschenkelkopf (Caput femoris) weitgehend umgreift, eine Gewähr für die Sicherung des Standbeins bei der aufrechten Haltung. Es gestattet auch die vielseitigen Bewegungen des Spielbeins im Sinne eines Kugelgelenks. Zur Verbreiterung der Gelenkpfanne weist diese zusätzlich einen faserknorpligen Ring, die Gelenklippe (Labrum acetabulare) auf. Durch das starke Pfannendach und die übrigen Gelenkeinrichtungen kommen Verrenkungen (Luxation) nur beim übermäßigen Wegführen des Beines (Abduktion) vor. Bei der angeborenen Hüftgelenksverrenkung handelt es sich um die mangelhafte Pfannenbildung.

Die häufigen Schenkelhalsbrüche im höheren Lebensalter beruhen auf einer Verminderung des Knochengewebes (Osteoporose) durch die schlechtere Blutversorgung des Oberschenkelkopfes. So lassen sich auch viele Gelenkkopfnekrosen erklären, bei denen ein künstliches Hüftgelenk (
Endoprothese, Hüftendoprothese, auch Hüft-TEP, Hüfttotalendoprothese, Hüftprothese) zum Einsatz kommt. Bei Entzündungen entsteht eine Schonhaltung, wobei das Bein leicht gebeugt und abduziert sowie außenrotiert erscheint, dazu kommt ein Hohlkreuz. Die Anlagerung der Muskulatur um das Hüftgelenk macht es unmöglich, dieses Gelenk abzutasten. Man benutzt deshalb zur Beurteilung des Gelenks den Bewegungsablauf, die Stellung des großen Bollbügels (Trochanter major) und den Winkel zwischen dem Schaft und dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens (Kollodiaphysenwinkel oder CCD-Winkel). Dieser beträgt beim Erwachsenen etwa 120-130.

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Die Gesäßregion entspricht etwa der Ausdehnung der äußeren oder hinteren Gesäßmuskeln, wobei der große Gesäßmuskel (M. gluteus maximus) die eigentlichen Gesäßbacken (Nates) bildet. Die gesamte Gruppe dient der Streckung im Hüftgelenk, der Balance beim aufrechten Gang und beim Treppensteigen, der Abduktion und der Außenrotation. Sie sind es auch, die das Becken beim Stand auf einem Bein in horizontaler Stellung halten (M. gluteus medius).

Die Hüft- und Gesäßgegend gilt allgemein als Ort für intramuskulär zu verabreichende Medikamente. Es sollte die ventroglutäale Injektionsstelle (nach v. Hochstetter) Berücksichtigung finden. Dabei wird die gespreizte Hand so angelegt, dass der Zeigefinger den vorderen oberen Darmbeinstachel (Spina iliaca anterior superior) berührt und der Mittelfinger senkrecht nach oben zum Darmbeinkamm (Crista iliaca) zeigt. Der Spalt zwischen beiden Fingern gilt als Idealstelle, wenn die Finger zusätzlich um 1 bis 2 cm nach kaudal geführt werden. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich noch am seitlichen Oberschenkel etwa in der Mitte einer Verbindungslinie zwischen dem großen Rollhügel und der Kniescheibe (Patella), wobei der Daumen in die seitliche Längsfurche des Oberschenkels fasst. Der Einstich erfolgt so in den seitlichen Kopf des vierköpfigen Oberschenkelstreckers (M. vastus lateralis).

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

Medical Art
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Ventroglutäale Injektionsstelle (nach v. Hochstetter)


Injektionsstelle in dem äußeren oberen Quadranten der Gesäßgegend. Der N. ischiadicus (Ischias-Nerv) ist durchscheinend in der Grafik zu erkennen

medical art of the humans
from Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler