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Histologie Schleimhaut, Schleimhaut  mit Epithelzellen und Becherzellen

Ausschnitt einer Schleimhaut mit Epithelzellen und Becherzellen

Histologie Schleimhaut, Immunreaktion der Schleimhaut durch Immunzellen bei Infektion
Immunreaktion der Schleimhaut durch Immunzellen bei Infektion

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Anatomie Mensch, Gesicht mit Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen, Sinus paranasales

Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) sind luftgefüllte Schleimhautaussackungen der Nasenhöhle, die sich zwischen die beiden Deckplatten (Tabula externa und interna) einiger Schädelknochen schieben. Da die Nasennebenhöhlen an die Nasenhöhle angeschlossen sind, werden sie dem Atmungsapparat zugeordnet. Die Nasennebenhöhlen bestehen aus Kieferhöhle (Sinus maxillaris), Stirnhöhle (Sinus frontalis), Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) und Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales). Die paarig angelegten Räume entwickeln sich erst nach der Geburt. Das stärkste Wachstum vollzieht sich nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne bis zur Pubertät. Die Räume der Nasennebenhöhlen sind mit mehrreihigem Flimmerepithel mit vielen Becherzellen und kleinen Drüsen ausgekleidet. Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist normalerweise die größte Nebenhöhle. Die akute Sinusitis, akute Vereiterung der Nasennebenhöhlen, entsteht oftmals aus einem Schnupfen (Rhinitis), wenn durch Schwellung der Schleimhäute oder anatomische Besonderheiten der Sekretabfluss aus den Nebenhöhlen behindert wird. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Kopf und Hals
Entwicklung und Lage der Nasennebenhöhlen

Die paarig angelegten Räume entwickeln sich erst nach der Geburt. Das stärkste Wachstum vollzieht sich nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne bis zur Pubertät mit großen individuellen Schwankungen.
Die Räume der Nasennebenhöhlen sind mit mehrreihigem Flimmerepithel mit vielen Becherzellen und kleinen Drüsen ausgekleidet. Dieses bildet einem Schleimfilm auf der Oberfläche der Schleimhaut, durch den die Flüssigkeit für die Anfeuchtung der Atemluft geliefert wird. Eine Reizung oder Entzündung der ganzen Räume führt zur Absonderung von großen Mengen eines dünnflüssigen Sekrets, wie es beim Schnupfen der Fall ist.
Alle Nebenhöhlen der Nase (Sinus paranasales) stehen an bestimmten Stellen über Öffnungen in der seitlichen Nasenhöhlenwand mit der Nasenhaupthöhle in Verbindung. So befindet sich die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) im Keilbeinkörper in der Umgebung der Hirnanhangdrüse und mündet über einen Gang (Recessus sphenoethmoidalis) hinter der oberen Nasenmuschel (Concha nasalis superior).

Die Siebbeinzellen (Cellulae oder Sinus ethmoidales) bestehen aus unvollständig getrennten Kammern, die lateral an die Augenhöhle, kranial an die vordere Schädelgrube bzw. die Stirnhöhle und kaudal an die Kieferhöhle grenzen. Die vorderen und mittleren Anteile münden in den mittleren Nasengang, wobei die größte Siebbeinzelle (Bulla ethmoidalis) diesen mitgestaltet. Die hinteren gelangen über den oberen Nasengang in die Nasenhöhle.

Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist normalerweise die größte Nebenhöhle. Obwohl der Knochen selbst eine weite Öffnung besitzt, wird diese durch die Nasenseitenwand und die große Siebbeinzelle unter der mittleren Muschel eingeengt. Damit befindet sich der Ausgang der ihrem Dach, was für den Sekretabfluss ungünstig ist. Der Boden der Kieferhöhle ergibt sich aus dem seitlichen Gaumen und dem Zahnbogen. Hier dehnt sie sich bis zu den Wurzeln der Prämolaren aus und umkreist sie manchmal, so dass bei Entzündungen Zahnschmerzen ausgelöst werden können. Umgekehrt ergibt sich die Möglichkeit, dass bei Zahnextraktionen die Kieferhöhle mit eröffnet wird.

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Therapeutisch durchsticht man zum Sekretabfluss die Nasenbegrenzungsanteile des Oberkiefers direkt über dem Nasenboden im unteren Nasengang, aber hinter der Mündung des Tränengangs (Ductus nasolacrimalis).

Die Stirnhöhle (Sinus frontalis) besitzt die größte Variabilität, weil sie in die Stirnschuppe, aber auch in den Boden der vorderen Schädelgrube über den Augenbrauen weit hineinragen kann. Die Scheidewand (Septum) zwischen den beiden Stirnhöhlen ist in den meisten Fällen zu einer Seite hin verlagert. Die Stirnhöhlen münden über ein System zwischen den Siebbeinzellen (Ductus nasofrontalis) im Hiatus semilunaris, und nur ganz selten existiert eine separate Öffnung.

Die akute Sinusitis, akute Vereiterung der Nasennebenhöhlen, entsteht oftmals aus einem Schnupfen (Rhinitis), wenn durch Schwellung der Schleimhäute oder anatomische Besonderheiten der Sekretabfluss aus den Nebenhöhlen behindert wird. Meist sind die Kieferhöhlen, seltener die Siebbeinzellen und Stirnhöhlen, sehr selten die Keilbeinhöhlen betroffen.
Die chronische Sinusitis geht meist aus einer nicht ausgeheilten akuten oder subakuten Sinusitis hervor, meist sind Kieferhöhlen und Siebbeinzellen betroffen. Symptome sind langanhaltender Geruchsverlust (Anosmie), chronischer, meist wässriger Schnupfen (Rhinorrhoe), Sekretfluss in den Rachen (Post nasal drip), und dauerhafter, dumpfer Druck über den Nebenhöhlen oder hinter den Augen. Oftmals wachsen entzündlicher Polypen in den Nasennebenhöhlen.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

Medical Art

Anatomie Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, Schleimhautauskleidung der Nasennebenhöhlen von außen

Darstellung der Schleimhautauskleidung der Nasennebenhöhlen von außen

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Histologie Epithelgewebe mit Flimmerepithel
Epithelgewebe mit Flimmerepithel

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from Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler