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Anatomie

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Anatomie Gehirn, Hirnbasis mit Nerven-Austritte der Hirnnerven und Arterienäste der Arterien

Hirnbasis mit Austritte der Hirnnerven und Arterienäste

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen
Anatomie Gehirn, Basalfläche mit Großhirn Cerebrum, Hirnstamm Truncus encephali und Kleinhirn Cerebellum und Arterien
Anatomie Gehirn, Basalfläche mit Großhirn Cerebrum, Hirnstamm Truncus encephali und Kleinhirn Cerebellum und Nervenbahnen

Basalfläche des menschlichen Gehirns (Basis cranii), Großhirn (Cerebrum), Hirnstamm (Truncus encephali), Kleinhirn (Cerebellum) sowie Hirnnerven (Nervi craniales) und arterielle Blutgefäße des Circulus arteriosus cerebri nach Willis sind sichtbar. Die Arteria cerebri posterior (hintere Gehirnschlagader ist eines der drei arteriellen Hauptgefäße des Gehirns. Sie entsteht aus der Teilung der unpaaren Arteria basilaris im Circulus arteriosus cerebri und bildet mit der Arteria cerebri media auf beiden Seiten eine Anastomose, die Arteria communicans posterior, aus. Der Nervus opticus ist der zweite Hirnnerv und bildet den mittleren Abschnitt der Sehbahn. Er ermöglicht das Sehen durch Weiterleitung der in der Retina entstehenden Erregungen in das Gehirn. Der Sehnerv besteht aus gebündelten Nervenfasern von der Lamina cribrosa der Sklera des Auges bis zur Sehnervenkreuzung, dem Chiasma opticum. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Kopf und Hals
Basalfläche Gehirn, Hirnnerven

An der Basalseite (Unterfläche) des Gehirns lassen sich die drei Schädelgruben unterscheiden. Es zeigt sich modellhaft die Gliederung der inneren Schädelbasis (Basis cranii interna) und ermöglicht so eine gute Lokalisation der Hirnteile von außen. Unter Schädelbasis (Basis cranii) versteht man den unteren Teil des Hirnschädels. Die Schädelbasis wird gebildet von den basalen Anteilen des Hinterhauptsbeins (Os occipitale), des Keilbeins (Os sphenoidale) und des Pflugscharbein (Vomer).
Vorn befinden sich sich die basalen Teile der Stirnlappen, seitlich und tiefer gelegen füllen die Schläfenlappen die mittleren Schädelgruben aus, während die hinteren Schädelgruppen den Hemisphären des Kleinhirns vorbehalten sind.
Der gerade Hirnwindung (Gyrus rectus) des Stirnlappens liegt der Riechkolben (Bulbus olfactorius) an. Er nimmt die aus der Nasenhöhle kommenden und durch die Siebbeinplatte (Lamina cribrosa) tretenden Riechnerven (Nn. olfactorii, I) auf und setzt sich in die Riechbahn (Tractus olfactorius) fort. Es sind insgesamt 12 bzw. 13 Hirn- oder Kopfnervenpaare (Nn. craniales), die gewöhnlich mit den römischen Zahlen I bis XII beschriftet werden. Medial und hinter dem Tractus olfactorius bilden die Sehnerven (Nn. optici, II) die Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum). Unmittelbar davor befindet sich der Hypophysenstiel (Infundibulum).
Die enge Nachbarschaft von Sehnervkreuzung und Hirnanhangdrüse (Hypophyse, Glandula pituitaria) bedingt bei Hypophysentumoren die Sehstörung. Die Hypophyse sitzt in der Sella turcica, einer knöchernen Vertiefung der Schädelbasis auf Höhe der Nase und mitten im Schädel. Der Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse, die so genannte Adenohypophyse, ist in der Regel der Ursprung von Hypophysentumoren. Dabei können Hypophysentumoren aus jeder aktiven Zelle des Vorderlappens entstehen.
In diesem erhöhten Abschnitt der Schädelbasis nahe der Mittelinie folgen dorsal vom Infundibulum die Corpora mamillaria des Zwischenhirns (Diencephalon). Seitlich davon befinden sich die inneren Karotiden (A. carotis interna dextra et sinistra).

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Am Vorderrand der Brücke (Pons) werden der Augenmuskelnerv (N. oculomotorius, III), an ihrem Seitenrand ein weiterer Augenmuskelnerv (N. trochlearis, IV), der Drillingsnerv (N. trigenimus, V, sensibler Gesichtsnerv) und am Hinterrand noch ein Augenmuskelnerv (N. abducens, VI) sichtbar. In den Spalten zwischen Brücke, Kleinhirn, und verlängertem Mark tritt die Fazialisgruppe (motorischer Gesichtsnerv = N. facialis, VII mit N. intermedius, XIII und Hör- und Gleichgewichtsnerv = N. vestibulocochlearis, VIII) aus. Dahinter schließen sich die Vagusgruppe (Zungen-Rachen-Nerv = N. glossopharyngeus, IX) an. Der motorische Zungennerv (N. hypoglossus, XII) verlässt zwischen Pyramide und Olive das verlängerte Mark (Medulla oblongata). Die Ursprungs- bzw. Endkerngebiete der Hirnnerven erstrecken sich vom Mittelhirn bis in das verlängerte Mark. Dadurch lassen bestimmte klinische Ausfälle auf Schädigung begrenzter Hirnanteile schließen.

Von den Hirnnerven ist der N. opticus ein in die Peripherie verlagerter Hirnteil. Gemischte Nerven, d.h. mit motorischer und sensibler Qualität versehen, sind: V, IX, X. Die Nerven IV, VI, VII, XI, XII sind nur motorisch. Zusätzlich enthalten die Nerven III, XIII, IX und X noch vegetative (parasymathische) Fasern.
Die Geschmacksfasern verlaufen im Nervus XIII. An der Oberfläche der Brücke und seitlich von Hypophyse und Chiasma opticum befinden sich im Cavum subarachnoidale, von der Spinnwebenhaut (Arachnoidea) bedeckt, die Gefäßstämme des Circulus arteriosus cerebri und die davon abgehenden Gefäßäste.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

Medical Art
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Anatomie Gehirn, Nerven-Austritte der Hirnnerven an der Hirnbasis, Lage der Ursprungskerne sowie Endkerne
Hirnnervenaustritte an der Hirnbasis (oben) und Lage der Ursprungskerne sowie Endkerne (unten):

01 = Sehnerv
02 = Sehnervenkreuzung
03 = Corpus mamillare
04 = Augennerv
05 = Rollnerv
06 = Brücke
07 = Drillingsnerv
08 = N. abducens
09 = Fazialisgruppe
10 = Vagusgruppe
11 = N. hypoglossus
12 = Kleinhirn
13 = Pyramide
14 = motorische Bahnen

15 = N. oculomotorius
16 = N. trochlearis
17 = N. trigeminus
18 = N. abducens
19 = Fazialisgruppe
20 = Vagusgruppe
21 = N. hypoglossus

medical art of the humans
from Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler