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Anatomie

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Anatomie Übersicht der inneren Organe von ventral
Innere Organe des Menschen

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Anatomie innere Organe von Mann und Frau von vorn

Menschlicher Körper mit Übersicht der inneren Organe von ventral. Organe werden in der Anatomie einzeln betrachtet, aber auch zu Funktionseinheiten zusammengefasst: Atmungsorgane, Kreislauforgane, Ausscheidungsorgane, Sexualorgane, Sinnesorgane, Verdauungsorgane und Bewegungsorgane. Als innere Organe bezeichnet man im Körperinneren befindlichen Organe, vor allem die Brust- und Bauchorgane. Dazu gehören das Herz-Kreislauf-System (Herz und Blutgefäße), der Respirationstrakt (Lunge und Atemwege), die Verdauungsorgane, das endokrine System (Hormondrüsen), das Blut und die blutbildenden Organe, das Immunsystem, sowie das Urogenitalsystem. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Rumpf
Innere Organe von ventral

Nach Wegnahme der Brust- und Bauchwand ist die Unterteilung des Rumpfes in die Brust- und Bauchhöhle (Cavitas thoracis et abdominalis) durch das Zwerchfell (Diaphragma) gur sichtbar. Kranial vom Diaphragma befinden sich die Brusteingeweide. In seinem sehnigen Mittelteil (Centrum tendineum) ist das Zwerchfell mit der basalen Fläche des Herzbeutels (Perikard) verwachsen. Die Brusthöhle gliedert sich in die paarigen Pleurahöhlen mit den Lungen (Pulmones) und den inzwischen ihnen liegenden Mittelfellraum (Mediastinum).
Im oberen vorderen Abschnitt des Mediastinum befinden sich hinter dem Bries (Thymus) die mehr rechts gelegene obere Hohlvene (V. cava superior), die aus dem Zusammenfluss der beiden Schlüsselbein- und Drosselvenen (Venae brachiocephallicae) hervorgegangen ist. Weiter dorsal verläuft der Aortenbogen (Arcus aortae), aus dem der Truncus brachiocephalicus, die linke gemeinsame Halsschlagader (A. carotis communis sinistra) und die linke Schlüsselbeinarterie (A. subclavia sinistra) abgehen. Die Luftröhre (Trachea) bildet die Grenze zum dorsalen Mediastinum. Das Herz (Cor) und die großen Gefäße füllen somit fast das gesamte ventrale Mediastinum aus, wobei nur ein kleiner Teil des Herzens der vorderen Brustwand direkt anliegt. Die Pleurahöhlen reichen mit den Lungenspitzen über die Schlüsselbeine (Claviculae) nach oben hinaus.
Abwärts verläuft die rechte Pleuragrenze fast in der Mittellinie des Sternum. Im Gegensatz dazu weicht die linke Pleura zwischen der 4. und 6. Rippe bogenförmig mehr nach lateral wegen des links liegenden Herzens ab. In der Medioklavikularlinie sind beide Seiten wieder in Höhe der 7. Rippe gleich. Im weiteren Verlauf schneidet die untere Pleuragrenze in der Axillarlinie die 9. Rippe. Für die klinische Untersuchung sind diese Beziehungen sehr wichtig, weil sich bei einer mittleren Atemstellung die Unterränder der Lungen 1 bis 2 Rippen oberhalb der unteren Pleuragrenze befinden. Krankhafte Flüssigkeitsansammlungen im Pleuraraum (Pleuraexsudat) können die Verschieblichkeit der unteren Lungengrenzen beeinträchtigen.
Im rechten Oberbauch ist beim Erwachsenen die Leber (Hepar) in Höhe des 4. Interkostalraumes in einem umschriebenen Bezirk mit der rechten Zwerchfellkuppel verwachsen. Etwa in der Mitte des rechten Leberlappens (Lobus dexter) ragt die Gallenblase (Vesica fellea) unter dessen Unterrand hervor. Der linke Leberlappen (Lobus sinister) überdeckt das kleine Netz (Omentum minus) und die angrenzenden Teile der kleinen Kurvatur des Magens. Tastbar sind deshalb nur der linke Leberlappen und der Pförtneranteil (Pars pylorica) des Magens.
Die Milz (Lien, Splen) ein in den Blutkreislauf eingeschaltetes Organ mit einem Gewicht von 150g bis 200g des Lymphsystems, ist in Höhe der 9. bis 11. Rippe linksseitig dorsal und oberhalb der Kolonflexur auffindbar, aber in der Regel nicht tastbar.
Die Dünndarmschlingen füllen einen großen Teil des Unterbauches aus und Dickdarmanteile umrahmen dieses. In der Regel befindet sich der Leerdarm (Jejunum) mehr links oben und der Krummdarm (Ileum) rechts unten, wo er mit der Dickdarmklappe (Valva ileocaecalis) in den Blinddarm (Caecum) mündet. Vom Caecum geht nach unten der etwa fingerlange und bleistiftstarke Wurmfortsatz (Appendix vermiformix) ab. Unter einer Appendizitis wird eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms verstanden. Im deutschen Sprachraum wird dieses Krankheitsbild medizinisch nicht korrekt als Blinddarmentzündung bezeichnet. Ist tatsächlich der Blinddarm entzündet, wird in der Fachsprache von einer Typhlitis gesprochen.
Der Verlauf der Erkrankung kann von einer leichten Reizung, über die schwere Entzündung bis hin zum Wanddurchbruch (Perforation in die freie Bauchhöhle) und damit zu einer Peritonitis führen.
Unmittelbar über der Symphyse erscheint die Harnblase (Vesica urinaria) im gefüllten Zustand und kann dort punktiert werden. Die Harnblase ist ein Hohlorgan, das beim Menschen auf dem Beckenboden aufliegt. Es befindet sich direkt hinter der Schambeinfuge, vor der Vagina bei Frauen bzw. dem Rektum bei Männern, wobei es bei Frauen etwas kaudaler (niedriger) liegt. Nach oben erstreckt sich die Harnblase bis zur Oberkante des Beckens. Mit zunehmender Füllung kann sie bis zum Bauchnabel reichen.

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Medical Art Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler