Anatomie & Physiologie online

Anzeige

.

Anatomie

Tags: Korrosionspräparat, Gewebe, Korrosion, Adrenalin, Aldosteron, Blutgefäße, Nierengefäße, Blutdruck, Glomerulum, Glomerulus, Harn, Harnleiter, Harnsystem, Nephrologie, Nephron, Niere, Nieren, Nierenbecken, Entzündung, Nierengewebe, Giftstoffe, Nierenmark, Nekrose, Niereninfarkt, Nierenfunktion, Nierenfunktionsstörung, Niereninsuffizienz, Primärharn, Pyelonephritis, Ren, renalis, Nierenentzündung, Urin, Ureter, Urologie, Anatomie, Mensch, Organismus, Organe, Medizin, Bild, Grafik, Illustration, Zeichnung

Anatomie Mensch, Rumpf mit Aorta, Bauchaorta und Nieren mit Nebennieren im Retroperitoneum

Rumpf mit Aorta, Bauchaorta und Nieren mit Nebennieren im Retroperitoneum

Anzeige

Home

Anatomie

Physiologie

Wissenswertes

Impressum

E-Mail

Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Anatomie Organe Mensch, Niere Ren mit Gefäße der NierenforteAnatomie Korrosionspräparat Nierengefäße der Niere Ren

Gegenüberstellung einer Niere mit einem Korrosionspräparat der Niere mit Gefäßaufteilungen. Am Nierenhilus verzweigen sich von ventral nach dorsal Vena renalis, Arteria renalis und der Ureter. Die Niere (Ren) ist ein paariges bohnenförmiges Organ und gehört zu den Organen des Harnsystems. Nieren sind für die Ausscheidung von Endprodukten des Stoffwechsels aus dem Körper, den sogenannten harnpflichtigen Substanzen und Giftstoffen, durch Bildung von Harn zuständig. Sie ist an den Regulationen von Wasser- und Elektrolythaushalt beteiligt. Die Nierenarterie und ihre Endäste sind Endarterien, es liegen keine Anastomosen (natürliche Gefäßverbindungen) vor, so dass beim Verschluss eines Astes das von ihm versorgten Nierengewebe abstirbt (Nekrose, Niereninfarkt). (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Rumpf
Gefäße der Niere

Die Niere (Ren) ist ein paarig angelegtes, bohnenförmiges Organ. Sie hat eine Länge von 10 bis 12 cm, eine Breite von 5 bis 6,5 cm und eine Dicke von 3 bis 5 cm. Die Masse variiert zwischen 120 und 200 g. Gewöhnlich ist die linke Niere etwas größer und schwerer. Ist eine Niere deutlich verkleinert oder fehlt sie, so ist die andere meist vergrößert. Beim Menschen zeigen die Nieren zwei sogenannte Nierenpole nach oben und unten, zwei Flächen nach vorne und hinten (ventral und dorsal) und zwei Ränder nach medial und lateral.
Der nach außen gerichtete Rand ist konvex, der nach medial gerichtete Rand ist konkave und bildet eine Einziehung, in der das Hilum renale, die Ein- und Austrittspforte der Leitungsbahnen, liegt.

Bei der Herstellung eines Korrosionspräparates werden die Organe über das Gefäßsystem mit Kallocryl, PVC oder Woodschern Metall gefüllt. Anschließend erfolgt die Auflösung der Weichteile mittels Laugen oder Säuren. Im Ergebnis kann die genaue Gefäßaufteilung studiert werden. Für die Niere gilt speziell, dass am unverletzten Nierenhilus die Injektion durchgeführt wird. Dabei muss das ganze Organ während der Prozedur bis zur Polymerisation des Kallocryls in warmem Wasser hängen. Erst danach kommt das Präparat in einen Thermostat für 24 Stunden bei 38°C. Die Entfernung der Gewebsanteile geschieht durch 25 prozentige Kalilauge. Die Einwirkungsdauer beträgt 48 Stunden. Die Abschlusswässerung erfolgt ebenfalls mit warmen Wasser.

Das so entstandene Präparat lässt die A. renalis erkennen, die sich im allgemeinen bereits in der Nierenpforte in fünf Hauptäste aufteilt, die die keilförmigen Nierensegmente versorgen. Diese Arterien sind Endarterien. Die zuführenden Gefäße (Vasa afferentia) bilden das Kapillarknäuel der Nierenkörperchen. Nach der Passage dieses Knäuels sammelt sich das noch immer sauerstoffhaltige Blut in den abführenden Gefäßen (Vasa efferentia). Diese versorgen das eigentliche Kapillarnetz der Rindenzone und münden dann in das Venensystem. So entsteht im Nierenhilus schließlich die V. renalis, die in die untere Hohlvene mündet. Erfolgt eine Unterbrechung des arteriellen Stromes durch ein Blutgerinnsel, kommt es zum Niereninfarkt mit anschließendem Gewebsuntergang (Nekrose).

Am weitesten dorsal befindet sich an der Nierenpforte der Harnleiter (Ureter). Er nimmt den Endharn aus den Nierenkelchen (Calices renales) auf. Letztere sind trichterförmige Schläuche, die in einen gemeinsamen Raum, das Nierenbecken (Pelvis renalis), münden. Dies stellt einen Teil der Nierenpforte dar. Die Nierenpforte (Hilus renalis) befindet sich beim Erwachsenen allgemein in Höhe des 1. Lendenwirbels. Bei Kindern liegen die Nieren in ihrer Gesamtheit etwas tiefer, so dass ihr kaudaler Pol den Darmbeinkamm (Crista iliaca) erreichen kann. Außerdem sind die Nieren im Kindesalter relativ größer als die des Erwachsenen. Das Nierenbecken kann individuell unterschiedlich gestaltet sein. Es verjüngt sich allmählich zum Harnleiter (Ureter), über den der Harn in kleinen Portionen in die Harnblase (Vesica urinaria) befördert wird. Die harnableitenden Wege besitzen in ihrer Wandung glatte Muskulatur und sind dadurch in der Lage, durch Tonusänderung oder Peristaltik ihr Lumen zu variieren bzw. den Inhalt weiter zu befördern. Der Harnleiter ähnelt einem leicht abgeplatteten Rohr mit einem Lumen von 4-7 mm. Seine Länge beträgt etwa 30 cm, bei der Frau soll er 1 cm kürzer sein. Nach seinem Verlauf durch den Retroperitonealraum gelangt er in das kleine Becken und durchbohrt schräg den Harnblasengrund von dorsal oben nach medial unten, wodurch seine Länge in der Harnblasenwand etwa 2 cm beträgt und auch als 3. Enge bezeichnet wird. Die Muskulatur der Harnblasenwand ist so gestaltet, dass normalerweise ein Rückfluss in die Harnleiter unmöglich ist. In etwa 2 Prozent der Fälle kommen Ureterverdoppelungen vor, wodurch Störungen im Ableitungssystern auftreten können.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

Medical Art

Anzeige

Histologie Niere Ren, Nierengewebe im Nierenmark
Histologie der Niere, Nierengewebe im Nierenmark

Anatomie Niere Ren, Nierenkörperchen Glomerulus mit Podozyten
Nierenkörperchen (Glomerulus) mit Podozyten

Anatomie Niere Ren, Rasterelektronenmikroskopie REM eines Nierenkörperchens

Rasterelektronenmikroskopie REM eines Nierenkörperchens

medical art of the humans
from Frank Geisler

Nützliche Links im World Wide Web

anatomy art of the humans
from Frank Geisler

03.10.2013 © Frank Geisler