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Anatomie

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Anatomie Bewegungsapparat, Aufsicht auf die Gelenkpfanne mit den Menisken
Aufsicht auf die Gelenkpfanne mit den Menisken

Anatomie Bewegungsapparat, Querschnitt durch den proximalen Unterschenkel
Querschnitt durch den proximalen Unterschenkel

Anatomie Bewegungsapparat, Kniekehle, Unterschenkel mit Muskeln und Achillessehne
Kniekehle, Unterschenkel mit Muskeln und Achillessehne

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen
Anatomie Längsschnitt durch Oberschenkel, Knie und Unterschenkel, Kniegelenk Articulatio genus und Kniekehle, Unterschenkel mit Muskeln und Achillessehne

Man bezeichnet die zur Fortbewegung dienende untere Extremität in der medizinischen Fachsprache als Bein. Das Bein wird unterteilt in Oberschenkel, Kniegelenk und Unterschenkel mit dem Fuß. Als Oberschenkel wird der proximale Abschnitt der unteren Extremität bezeichnet, der mit dem Unterschenkel (Crus, Zeugopodium) über das Kniegelenk in Verbindung steht und die untere Extremität über das Hüftgelenk mit dem Becken und damit mit dem Rumpf verbindet. Das Kniegelenk (Articulatio genus) ist die gelenkige Verbindung zwischen Oberschenkelknochen (Femur), Schienbein (Tibia) und Kniescheibe (Patella). Der Unterschenkel ist ein Teil des Beines, im Kniegelenk beginnenden, nach distal verlaufenden Abschnitt der im oberen Sprunggelenk in den Fuß übergeht. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Bewegungsapparat
Kniegelenk, Unterschenkel

Im Zentrum der Knieregion liegt das Kniegelenk (Articulatio genus). Bei diesem Scharnier- und Drehgelenk ist neben der Beugung und Streckung in der Beugestellung noch eine Drehung (Rotation) möglich.
Als Gelenkkopf dienen die nach hinten gewölbten Knorren (Condyli) des Oberschenkelknochens, denen die fast ebenen Gelenkflächen des Schienbeins (Tibia) als Gelenkpfanne gegenüberstehen. Die Kontaktflächen beider Knochen sind, ebenso wie die Rückfläche des eingelagerten Sesambeins, der Kniescheibe (Patella), von hyalinem Knorpel überzogen. Aus der Großflächigkeit der Gelenkkörper, der Einlagerung der faserknorpligen Menisken, dem Hineinragen eines Fettkörpers vorn (Corpus adiposum intrapatellare) und dem Vorhandensein innerer Kreuzbänder (Ligg. cruciata) ergeben sich eine Reihe von Faktoren, die sich bei Veränderungen negativ auswirken können. Die Gelenkkapsel ist durch das mediale Kolleralband und die seitlichen Sehnenanteile des Oberschenkelstreckers (M. quadriceps) verstärkt. An allen belasteten Stellen befinden sich am Kniegelenk Schleimbeutel (Bursae).
Neben dem erwähnten Strecker umlagern die übrigen Sehnen der Oberschenkelmuskeln so das Kniegelnk, dass sie hinter dem inneren oder äußeren Knorren verlaufen. Daraus lässt sich neben der Beugung eine Innen- oder Außenrotation ableiten. Die Menisken gelten für die Femurkondylen als transportable Gelenkpfannen. Sie übernehmen den umschriebenen Druck des Femurs und übertragen ihn großflächig auf die Gelenkflächen der Tibia, ohne dass das obere und untere Gelenk vollständig unterteilt wird.
Dies ist besonders bei der Streckung der Fall, wo außerdem die Kollagenbänder und das vordere Kreuzband maximal gespannt sind. In der letzten Phase der Streckung folgt eine zwangsläufige Schlussrotation des Spielbeins durch eine Außenrotation der Tibia um etwa 5 Grad. Sie wird bewirkt durch den Einfluss des Tractus iliotibialis, um die 180 Grad des Standbeins zu erreichen. Ist die Tibia fixiert, kann eine Innenrotation des Femurs die gleiche Wirkung herbeiführen. Neugeborene erreichen wegen der Schrägstellung der Gelenkpfanne (Retroversio tibiae) keine maximale Streckung.

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Beim gebeugten Knie werden die Kreuzbänder wirksam. Dabei ist die Innenrotation geringer als die Außenrotation. Es wickeln sich die Kreuzbänder umeinander. Bei der Beugung und Außenrotation verlagert sich der mediale Meniskus sehr stark auf dem Unterschenkel, obwohl er zusätzlich fest an das Kollateralband geheftet ist. Im Resultat kommt es häufig zum Ein- und Abriss des vorderen Sichelrandes (Vorderhorn). Lang anhaltende Fehlbelastungen durch eine X- oder O-Beinstellung im Kniegelenk, aber auch Veränderungen am Knorpelüberzug können zu Instabilitäten führen (Wackelgelenk). Beim Abreißen von Kreuzbandteilen kommt es zum sog. Schubladen phänomem.

Die Kochen des Unterschenkels, Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula), sind durch feste Bindegewebszüge (Membrana interossea cruris) miteinander verbunden. Die vordere Muskelgruppe (Extensoren) befindet sich in einer Rinne zwischen beiden Knochen, so dass die ganze mediale Fläche des Schienbeins gut tastbar ist, zumal das Fettgewebe fehlt. Schwellungen (Ödeme) lassen sich leicht feststellen, weil nach einem Fingerdruck vorübergehend eine Delle entsteht. Das Wadenbein ist bedeckt von Wadenmuskeln (Mm. peroneus longus et previs). Frei bleibt proximal der Wadenbeinkopf und distal der äußere Knöchel (Malleolus leteralis). Den stärksten Verband bilden die Wadenmuskeln (Flexoren). Die oberflächlichen Anteile (M. triceps surae) ziehen zur Ferse (Achillessehne), und die tiefen Teile gelangen hingter dem inneren Knöchel zur Fußsohle.
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Medical Art Frank Geisler

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Anatomie Bewegungsapparat, Kniegelenk mit abgeklappter Kniescheibe von vorn
Kniegelenk mit abgeklappter Kniescheibe von vorn

Anatomie Oberschenkelknochen, Femur und Unterschenkelknochen mit Wadenbein, Fibula und Schienbein, Tibia
Oberschenkelknochen und Unterschenkelknochen mit Wadenbein und Schienbein

medical art of the humans
from Frank Geisler

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03.10.2013 © Frank Geisler