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Beckenboden mit Beckausgang, Beckenbodenmuskulatur beim Mann

Beckenboden mit Beckenausgang und Beckenbodenmuskulatur beim Mann.

Becken, Beckenboden mit Beckenausgang und Beckenbodenmuskulatur bei der Frau


Beckenboden mit Beckenausgang und Beckenbodenmuskulatur bei der Frau.

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen
Beckenbodennmuskulatur Mukulatur Beckenboden und Geschlechtsorgane der Frau

Als Beckenboden wird die untere Begrenzung des Beckenkanals bezeichnet, eine bindegewebig-muskulöse Boden der Beckenhöhle des Menschen. Die anatomische Grundlage des Beckenbodens bildet die Beckenbodenmuskulatur (perineale Muskulatur). Der Beckenboden dient der Sicherung der Lage der Bauchorgane und Beckenorgane sowie zur Unterstützung des Verschlusses von Anus, Vagina und Urethra. Er wird unterteilt in Diaphragma pelvis: hinterer Beckenbodenteil, Musculus coccygeus sowie beidseits vom Musculus levator ani (mit seinen drei Anteilen Musculus puborectalis, Musculus pubococcygeus und Musculus iliococcygeus), durchbrochen vom Mastdarm; Diaphragma urogenitale: vorderer Beckenbodenteil, gebildet von Musculus transversus perinei profundus und superficialis Durchtritt der Harnröhre, bei der Frau auch der Scheide; Schwellkörper- und Schließmuskelschicht: Musculus ischiocavernosus, Musculus bulbospongiosus, Musculus sphincter ani externus. (Grafiken © Frank Geisler)

Anatomie Beckenboden
Beckenausgang und äußere Genitalien bei Mann und Frau

Der Mastdarm (Rectum) besitzt etwa 7 cm oberhalb des Afters (Anus) rechts im Innenrelief die Kohlrausche-Falte, die mit dem Finger erreichbar ist. Darüber liegt eine ausgeweitete Stelle (Ampulla). Nach unten schließt sich der Afterkanal (Canalis analis) an, in dem die Schleimhaut allmählich Hautcharakter annimmt. Die Gefäße stellen ein Netz von direkten Verbindungen zwischen dem arteriellen und venösen Schenkel (Anastomosen) her. So lassen sich die Erweiterungen und Stauungen auch beim Bestehen verschiedener Abflusswege erklären (Hämorrhoiden). Die Austastung des Rektum mit dem Finger ermöglicht es, nicht nur das Organ selbst, sondern indirekr auch die Vorsteherdrüse (Prostata), in besonderen Fällen auch den Muttermund (Portio) zu beurteilen. Die Stuhlentleerung (Defäkation) geschieht durch autonome und willkürliche Steuerung.

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Beim Mann wird der Beckenboden nur im hinteren Bereich durch eine Öffnung nach unten, dem After (Anus), durchbrochen, während vorn die einstrahlenden Muskeln einen echten Verschluss erzeugen und das männliche Glied (Penis) nach vorn führen. Die Ausdehnung der männlichen Harnröhre (Urethra masculina) reicht von der inneren Harnröhrenmündung (Ostium urethrae internum), an der Spitze des Trigonum vesicae der Harnblase, bis zur äußeren Harnröhrenmündung (Ostium urethrae externum) am Ende des Penis.

Bei der Frau ist der Beckenboden einer der am stärksten beanspruchten Muskelgruppen im Körper, denn er trägt den gesamten Inhalt des Bauchraums und bietet einen starken Halt für Blase, Gebärmutter und Enddarm. Der Beckenboden ist trainierbar, Weitere Infos dazu sind unter Shop-Apotheke.com zu finden.
Bei der Frau wird der Beckenausgang für die Harn- und Gechlechtsöffnung (Regio urogenitalis) über einen gemeinsamen Vorhof (Vestibulum vaginae) offen gehalten. Daran schließt sich nach hinten eine Weichteilbrücke, der Damm (Perineum) an. Erst dann folgt der After mit seinem quergestreiften Schließmuskel (M. sphincter ani externus). Diese Gliederung ergibt sich aus dem unterschiedlichen Verlauf und Lage der Muskelzüge des Beckenbodens (Diaphragma pelvis). Vorn wird die muskelfreie Lücke des Beckenbodens durch eine bindegewebig-muskulöse Platte mit dem querverlaufenden Muskel (M. transversus perinei profundus) verstärkt. Dieser Teil des Beckenbodens, das Diaphragma urogenitale (Spatium perinei profundum) liegt zwischen der Symphyse und den unteren Schambeinästen. Ein Teil umgreift die Harnröhre (Ureter), andere stellen die seitliche Begrenzung der Scheide (Vagina) dar. Der hintere Anteil verstärkt den Damm. Zwischen dem Diaphragma urogenitale und dem Afterheber liegt die Fossa ischioanalis, die mit Fett und Bindegewebe gefüllt dadurch verformbar ist. An ihrem Seitenrand verläuft, durch die Faszien geschützt, im Alcock-Kanal das Gefäß-Nerven-Bündel für After, Damm und äußere Genitalorgane.

Im vorderen Bereich des Beckenbodens schließen die Mm. ischiocavernosi die seitlich liegenden Schenkel des Kitzlers (Clitoris) ein. In der Mittellinie liegt der vorspringende Anteil des Kitzlers (Glans Clitoridis). Die kleinen Schamlippen sind zwei haar- und fettlose Hautfalten zur Begrenzung der Innenfläche des Scheidenvorhofs. Hier und um die Klitoris befinden sich Nervenendigungen für spezifische Sensibilität. Den venösen Schwellkörper des Scheidenvorhofs umgibt der M. bulbospongiosus. Im dorsalen Abschnitt befindet sich die große Vorhofdrüse (Glandula vestibularis major, Bartholini-Drüse) zur Befeuchtung des Epithels mit einem schleimigen Sekret. Sie mündet in den Scheidenvorhof.
Die weibliche Harnröhre (Urethra feminina) hat einen geraden Verlauf, sie wird neben den glatten Muskelsträngen durch den willkürlichen M. sphincter urethrae zusätzlich verschlossen. Die äußere Harnröhrenöffnung befindet sich 1,5 bis 3 cm unterhalb des Kitzlers im Scheidenvorhof.
Die großen Schamlippen (Labia majora) sind pigmenthaltige paarige Wülste mit allen Anteilen der Haut sowie der Unterhaut..

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Medical Art Frank Geisler

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Beckenorgane und Geschlechtsorgane im Becken der Frau

Organe und Muskulatur im Becken der Frau von medial, teilweise angeschnitten..

Muskulatur Beckenbodenmuskulatur am Beckenboden der Frau

Schematische Darstellungen der Muskulatur beim weiblichen Beckenboden.

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21.05.2016 © Frank Geisler