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Körper Krankheit Mensch, Augenhintergrund bei Zuckerkrankheit Diabetes mellitus
Augenhintergrund bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Körper Krankheit Mensch, Erkrankung an Bluthochdruck Hypertonie, Gefäßveränderungen bei diabetischer Nephropathie, Spätkomplikation nach jahrelangem Diabetes mellitus
Gefäßveränderungen bei diabetischer Nephropathie, Spätkomplikation nach jahrelangem Diabetes mellitus

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Diabetischer Fuß durch Zuckerkrankheit Diabetes mellitus

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Physiologie Organe Mensch, Insulin-Biosynthese in den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln Inselzellen der Bauchspeicheldrüse Pankreas

Insulin-Biosynthese in den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln (Inselzellen) der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sowie dessen Sekretion von Insulin ins Blut. Insulin ist ein lebenswichtiges Proteohormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten mit deren Hauptsymptom, die Ausscheidung von Zucker im Urin. Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf Insulinresistenz oder Insulinmangel beruht und durch einen chronischen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Sie ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden. (Grafiken © Frank Geisler)

Körper Krankheit Mensch
Zuckerkrankheit
Diabetes mellitus

Die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“), ist die Bezeichnung für eine chronische Stoffwechselerkrankung und beschreibt deren ursprüngliches Hauptsymptom, die Ausscheidung von Zucker im Urin – erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie). In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen durch Zucker süßlichen Geschmack auf.
Der Verdauungsapparat baut die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate, die beispielsweise in Zucker, Brot und anderen Getreideprodukten enthalten sind, zu Glukose (Traubenzucker) ab. Diese wird anschließend über die Darmwand in das Blut aufgenommen und im gesamten Körper verteilt. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erzeugt in Beta-Zellen der Langerhans-Inseln das Hormon Insulin. Das Insulin steigert bei den Muskel- und Fettzellen die Durchlässigkeit der Zellmembranen für Glukose, welche zur Energiegewinnung verbraucht wird. Insulin bewirkt auch die Glukoseaufnahme in die Leberzellen, die sie in Form von Glykogen speichern. Einerseits wird das gespeicherte Glykogen in der Leber wieder aufgespalten und ins Blut entlassen, andererseits wird ständig Glukose aus kleineren Bausteinen neu gebildet (Glukoneogenese).

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Beim Diabetes mellitus kann keine Glukose in die Zellen aufgenommen werden, sondern die Glukose verbleibt im Blut und die Traubenzuckerneubildung in der Leber verläuft ungebremst. Beides führt zu einem Blutzuckeranstieg. Es werden hauptsächlich zwei Diabetesformen unterschieden:

Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend und entsteht durch die Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper).

Typ-2-Diabetes, sog. Altersdiabetes, betrifft dagegen meist ältere Menschen. Sie entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin (Insulinresistenz), auch führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer "Erschöpfung" der Insulin produzierenden Zellen.
Typische Symptome von Diabetes mellitus sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit. Durch extrem hohe oder extrem niedrige Blutzuckerspiegel kann es zu lebensbedrohlichen Situationen mit Bewusstlosigkeit kommen.

Die Therapie in Form von Ernährungsumstellung und Bewegung spielt sowohl für Diabetes Typ 1 als auch Typ 2 eine Rolle. Ziele sind die Normalisierung des Energie- und Zuckerstoffwechsels, die Verhinderung akuter Stoffwechselkrisen wie diabetischer Schock und die Minimierung von Spätfolgen der Erkrankungen wie diabetische Gefäß- und Nervenschäden.
Die Insulin-Therapie, das heißt die Zufuhr des fehlenden Hormons von außen, hilft den Diabetikern, die nur noch eine geringe oder keine Insulinproduktion mehr besitzen. Hierzu gehören in erster Linie alle Typ-1-Diabetiker. Obwohl es momentan für den Diabetes Typ 1 noch keine zur Heilung führende Behandlung gibt, kann der Diabetiker ein fast normales Leben führen. Grundlagen dafür sind die modernen Insulin-Therapien, insbesondere der Insulinpumpen-Therapie.

Im Gegensatz zum Typ-1- ist Typ-2-Diabetes nicht zwangsläufig insulinpflichtig, da der Körper in geringen Mengen Insulin selbst produzieren kann. Änderung des Lebensstils sind allerdings die Grundlage einer Behandlung des Typ 2, Ernährung und Bewegung stehen dabei im Vordergrund. Ernährungsumstellung, Reduktion des Körpergewichts, vermehrte körperliche Bewegung sowie Nikotin- und Alkoholverzicht sind wichtig, aber auch Muskeltraining, da dieses die Zuckerverwertung im Körper verbessert.

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Medical Art Frank Geisler

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Körper Krankheit Mensch, Cartoon Transport von Blutzucker, Insulin beim gesunden und kranken Menschen, Diabetes mellitus
Cartoon Bauchspeicheldrüse, Pankreas produziert Insulin, Diabetes mellitus (rechts)Körper Krankheit Mensch, Cartoon Transport von Blutzucker, Insulin beim gesunden und kranken Menschen, Diabetes mellitus
Cartoon Transport von Blutzucker, Insulin beim gesunden und kranken Menschen, Diabetes mellitus (rechts)

Körper Krankheit Mensch, Cartoon Verbrennung Blutzucker im Muskel, Diabetes mellitus
Cartoon Verbrennung Blutzucker im Muskel, Diabetes mellitus (rechts)

Körper Krankheit Mensch, Cartoon Zuckerkrankheit Diabetes mellitus durch Adipositas Fettsucht
Cartoon Adipositas (Fettsucht), Übergewicht durch ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung

Körper Krankheit Mensch, Cartoon Bluthochdruck Hypertonie durch Zuckerkrankheit Diabetes mellitus
Cartoon Bluthochdruck durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

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03.10.2013 © Frank Geisler