Funktionelle Anatomie des Menschen

Anatomie Eierstock

Der paarig angelegte Eierstock (Ovar, Ovarium) ist ein weibliches Geschlechtsorgan und Produktionsort der Eizellen (Oozyten). Das Ovar wird von einem Epithel (Epithelium superficiale) überzogen, eine modifizierte Tunica serosa, die direkt in die darunter liegende Bindegewebskapsel (Tunica albuginea) übergeht. Das Gewebe des Eierstocks besteht aus der äußeren Rinde und dem innen liegenden Mark. Der Eierstock wird umfasst vom Fimbrien Trichter (Infundibulum tubae uterinae), welcher die Eizelle in die Eileiter (Tuba uterina) und somit in die Gebärmutter leitet. Nach Reifung der Eizelle im Eierstock findet ihre Abgabe in den Eileiter statt. Die Eierstöcke (Ovarien) sind Produktionsstätte der Hormone Östrogen und Gestagen.

Funktion der Eierstöcke

Die paarigen Fortpflanzungsorgane Eierstöcke (Ovarien) liegen im kleinen Becken (Pelvis minor) in einer Gewebevertiefung (Fossa ovarica). In der Rinde des Ovars befinden sich funktionell wichtige Strukturen. Hier findet die Follikelreifung mit folgendem Verlauf statt: Primordialfollikel (Ursprungsstadium der Ovarialfollikel), Primärfollikel (Lymphfollikel ohne Antigenkontakt), Sekundärfollikel (Reifungsstadium eines Ovarialfollikels bzw. Lymphfollikel nach Antigenkontakt), Tertiärfollikel (Reifungsstadium des Ovarialfollikels) und Graaf-Follikel (Endstadium der Follikelreifung).
Geschlechtsorgan Eierstock Ovar mit Eisprung, Hormone Oestrogen und Progesteron der Frau
Anatomie und Histologie Eierstock (Ovar), Phasen der Eireifung und Freisetzung der Hormone Progesteron der Gestagene und Estrogen (Östrogen) der Steroidhormone.

Die Eierstöcke haben außer der Eireifung auch die Aufgabe Hormone zu produzieren, hier handelt es sich um die beiden Sexualhormone Progesteron der Gestagene (Gelbkörperhormone) und Estrogen (Östrogen) ein Follikelhormon der Steroidhormone. Die weiblichen Sexualhormone steuern den Menstruationszyklus der Frau und sind für die Fruchtbarkeit einer Frau sehr wichtig. Die Östrogene spielen für die körperliche Aktivität und auch Gesundheit der Frau eine große Rolle.

Hormone Hormonbildung im Geschlechtsorgan Eierstock Ovar und Eileiter der Frau

Eierstock mit Freisetzung der Hormone.

Eierstock, Eileiter, Uterus

Anatomie Geschlechtsorgan Eierstock Ovar mit Eileiter Tube der Frau

Anatomie Geschlechtsorgan Eierstock Ovar mit Eileiter Tubus der Frau

Adnexe, Eileiter (Tuba uterina) und Eierstock (Ovarium) als Draufsicht und eröffnet dargestellt.

Der Eileiter (Ovidukt, Tuba uterina) ermöglicht den Transport der reifen Eizelle (Oozyte) vom Eierstock (Ovar) in die Gebärmutter (Uterus). Im Eileiter erfolgt in die Befruchtung der Eizelle durch Spermien.
Die Eileiter sind 10 bis 15 cm lange muskulöse Schläuche, die über ein Aufhängeband (Mesosalpinx) am Mutterband (Ligamentum latum uteri) befestigt sind. Das in der Nähe des Eierstocks befindliche Ende des Eileiters besteht aus einem Trichter (Infundibulum, Fimbrientrichter) mit Fransen (Fimbriae), von denen die mit dem Eierstock verwachsenen als Fimbriae ovaricae bezeichnet werden. Abschnitte an der Tube von lateral nach medial: Tubentrichter (Infundibulum tubae uterinae), Ampulla tubae uterinae, Isthmus tubae uterinae (Engstelle vor Mündung in Uterus) und Pars uterina tubae uterinae (der in der Uteruswand verlaufende Teil der Tube).




Anatomie Geschlechtsorgane der Frau, Eierstock Ovar und Eileiter Oozyte

Unter Eisprung (Ovulation) versteht man den Prozess des Herauslösens der reifen Eizelle (sekundäre Oozyte) aus dem Follikel (blau) und ihren Austritt aus dem Eierstock.

Fädenartige Ausläufer (Fimbrien) des Eileiters (Tuba uterina) fangen die Oozyte auf, welche sich auf ihren Weg Richtung Gebärmutter (Uterus) durch die Tube bewegt. Kommt es zur Befruchtung, so beginnt diese befruchtete Eizelle (Zygote) mit der mitotischen Zellteilung. Sie durchläuft unterschiedliche Zellstadien bis sie zu einem traubenförmigen Zellhaufen (Morula) herangewachsen ist. Durch Hohlraumbildung innerhalb dieses Zellhaufens entsteht die sogenannte Blastomere, deren innere Schicht aus Embryoblasten besteht, aus denen letztlich der Embryo hervorgeht.

Die Einnistung der Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium des Uterus) wird in der Fachsprache als Nidation bezeichnet. Die Nidation beginnt beim Menschen am fünften oder sechsten Tag nach der Befruchtung der Eizelle.



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