Funktionelle Anatomie des Menschen

Genetik des Menschen

Die Genetik (Vererbungslehre) ist ein Aufgabengebiet der Biologie, welches sich mit der Weitergabe von Erbinformationen beschäftigt. Sie befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten und materiellen Grundlagen der Herausbildung von erblichen Merkmalen. Gegenstand der Genetik ist die DNS (Desoxyribonukleinsäure) / DNA (Deoxyribonucleic acid) und ihre Organisation in den Genen, ihre Veränderung durch Mutationen sowie ihre Vererbung an die nächste Generation. Ein Gen ist die kleinste molekularere Einheit der biologischen Erbinformation, die auf der Ebene von DNS / DNA, Ribonukleinsäure (RNA) und Proteinen codiert und weitergegeben wird. Oft wird ein Abschnitt auf der DNA bezeichnet, der die Grundinformationen zur Herstellung einer RNA enthält, ein Herstellungsprozess (Transkription) bei dem eine Negativkopie in Form der RNA hergestellt wird.

Chromosomen und DNAGenetik Vererbungslehre des Menschen, Chromosom und Basenpaare der DNA / DNS, Basenpaare Adenin und Thymin sowie Cytosin und Guanin sind Träger der Erbinformation

Chromosom mit DNA-Strang.

Ein Chromosom ist ein Strang aus Desoxyribonukleinsäure (DNA), in Form einer Doppelhelix (DNA-Doppelstrang, DNA-Molekül). Es sind Makromolekülkomplexe, die Gene und somit Erbinformationen beenthalten. Chromosomen sind Träger der genetischen Information im Zellkern. Die Gene sind auf den Chromosomen in Form von DNA angeordnet. Die X-Form der Chromosomen tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Teilung des Zellkerns (Mitose) in der Metaphase auf.

Menschen haben 46 Chromosomen, davon 2 Geschlechtschromosomen (Gonosomen) - XX bei Frauen, XY bei Männern. Die Chromosomen der übrigen 22 Chromosomenpaare werden als Autosomen (nicht zu Gonosomen gehörend) bezeichnet. Chromosomen bestehen aus Basenpaare in denen die Erbinformation gespeichert ist.

Genetik, DNA Basenpaare Thymin Adenin und Genetik, Basenpaare Cytosin Guanin in Doppelhelix

DNA Basenpaare Thymin und Adenin, Cytosin und Guanin, die an einen Zucker gebunden sind.

Proteinbiosynthese

Genetik Vererbungslehre des Menschen, Proteinbiosynthese Transkription

Transkription, Übertragung genetischer Informationen der DNS-Stränge auf die RNS.

Die Proteinbiosynthese ist die Neubildung von Proteinen in Zellen, ein Prozess, durch den in Größe und Form unterschiedliche Proteine nach Vorlage der aufgearbeiteten Kopie (mRNA) eines bestimmten DNA-Abschnitts (Gen) der Erbinformation gebildet werden. Bei der Transkription wird ein Gen aus der DNA abgelesen und in ein mRNA-Molekül transkribiert (überschrieben).

Es werden die Nukleinbasen der DNA (Adenin und Thymin, Guanin und Cytosin) in die Nukleinbasen der RNA (Adenin und Uracil, Guanin und Cytosin) umgeschrieben. Anstelle vom Thymin kommt Uracil und anstelle der Desoxyribose kommt Ribose in der RNA vor.Genetik Vererbungslehre des Menschen, Translation an Ribosom, die Übersetzung der in der Nukleotidsequenz der Messenger-RNA, mRNA

Translation der mRNA in ein Protein.


An den Ribosomen findet die Translation statt, die Übersetzung der in der Nukleotidsequenz der Messenger-RNA gespeicherten Erbinformation in die Aminosäuresequenz eines zu synthetisierenden Proteins. Die mRNA ist komplementär zu einen im Zellkern gelegenen Strang eines bestimmten DNA-Abschnittes. Die Aminosäuren werden an zur mRNA komplementäre tRNA-Basentripletts gebunden und an die Ribosomen herangeführt, wo sie sich entsprechend der in der mRNA codierten Sequenz aneinanderlagern.



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