Funktionelle Anatomie des Menschen

Krebs, maligne Tumore

Als Krebs (Malignom, Krebsgeschwulst) werden in der Medizin (Onkologie) maligne (bösartige) Tumoren bzw. bösartige Gewebeneubildungen (Neoplasie) bezeichnet. Es handelt sich um maligne epitheliale Tumore (Karzinome) und maligne mesenchymale Tumore (Sarkome). Auch werden bösartige Hämoblastosen als Krebs bezeichnet, die Leukämie, der „Blutkrebs“.
Andere Tumore, zu denen benigne (gutartige) Neoplasien zählen, sind kein „gutartiger Krebs“. Es handelt sich um Gewebevermehrungen im Körper, welche keine Metastasen bilden - gutartige Neoplasien (Neubildungen von Körpergewebe durch Fehlregulationen des Zellwachstums).

Was ist Krebs?

Krebs ist ein Sammelbegriff, bei dem Körperzellen im Organismus unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören. Die unterschiedlichen Auslöser sind Störungen des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellzyklus (Zellwachstum und Zellteilung) und Zelltod (Apoptose).
Gutartige Tumore, z.B. Muttermale und Fettgeschwülste (Lipome), werden nicht als Krebs bezeichnet, sie können entarten und lebenswichtige Organe in deren Funktion beeinträchtigen.

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Krebszelle mit „abgeschalteten“ Mitochondrien, und Energiegewinnung der Zelle durch Blutzucker (Glukose); Tumorwachstum durch Angiogenese (Bild rechts).

Glukose löst keinen Krebs aus, doch sie unterstützt die Aggressivität einer Krebszelle. Krebszellen vergären Zucker im Zellplasma. Ein ineffizienter Prozess der große Zuckermengen verbraucht. Zucker ist ein Treibstoff für viele Krebsarten. Gesunde Zellen könnten sich auf Energielieferanten wie Fett und Eiweiß umstellen, doch Krebszellen würden verhungern.

Als Hyperplasie bezeichnet man die Vergrößerung eines Gewebes durch Zunahme der Zellzahl.

Als Dysplasie bezeichnet man die sichtbare Missbildung oder Fehlbildung des Gewebes. Im Zusammenhang mit Tumoren versteht man die atypische Zellproliferation in einem Gewebe.

Karzinogenese bei Krebs

Die Karzinogenese (Tumorwachstum, Tumorentwicklung) ist der stufenförmige Prozess der Krebsentstehung.

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Tumorentwicklung, Mehrschritt-Karzinogenese der Schleimhaut (Tunica mucosa).

Pathologische Befunde

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Brustkrebs (Mammakarzinom) mit Tumorzellen.

Onkologie Mensch, Krebs, Krebsgeschwulst, Malignom, Tumor, Darmpolyp im Dickdarm Colon und Darmkrebs im Darm, Darmtumor, Adenokarzinom im Dickdarm

Darmpolyp im Dickdarm (Colon) und bösartiger Darmtumor, Adenokarzinom im Dickdarm.

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Uterus-Myome (Myoma uteri) der Gebärmutter der Frau, es sind meist gutartige Tumore.

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Prostatakrebs (Prostatakarzinom) mit Veränderungen der Vorsteherdrüse (Prostata); Hodentumor (Hodenkrebs), eine krankhafte Vergrößerung des Hodens (Testis), die gutartig oder bösartig sein kann (Bild rechts).

Onkologie Mensch, Krebs, Krebsgeschwulst, Malignom, Tumor, ABCDE-Regel der Haut zur Einteilung von Hauttumoren der Haut Derma Cutis

ABCDE-Regel der Haut zur Einteilung von Hauttumoren.



Ob Muttermal, Leberfleck oder gefährlicher Hautkrebs, der ABCD-Test hilft bei der Früherkennung von krebsverdächtigen Veränderungen: A = Asymmetrie, B = Begrenzung, C = Colour (Farbe), D = Durchmesser und E = Erhabenheit. Hautkrebs ist fast 100-prozentig heilbar, wenn er rechtzeitig entdeckt wird.



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