Funktionelle Anatomie des Menschen

Anatomie der Luftröhre

Der Kehlkopf (Larynx) bildet beim Atemtrakt den Übergang vom Rachen zur Luftröhre (Trachea) im Halsbereich. Er schützt die Luftröhre vor Speisestücken, indem beim Schlucken der Kehlkopf mit dem Kehldeckel verschlossen wird. Die Luftröhre beginnt unterhalb des Ringknorpels des Kehlkopfes, sie gehört zum Atemtrakt und dient der Luftleitung und endet am Hauptbronchus, die beiden ersten Verzweigungen der Luftröhre (Trachea) im Bronchialbaum. Man unterscheidet zwischen Bronchus principalis dexter (rechter Hauptbronchus) und Bronchus principalis sinister (linker Hauptbronchus). Der rechte Hauptbronchus ist kürzer und verläuft steiler als der linke Hauptbronchus. Die Aufteilungstelle der beiden Hauptbronchien bezeichnet man als Bifurkation.

Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien

Anatomie Kehlkopf Larynx mit Knorpel und Atemwege Luftröhre Trachea mit Oberflächenprojektion der Lungen

Kehlkopf (Larynx) mit Knorpel und Luftröhre (Trachea) von vorn; Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien mit Oberflächenprojektion der Lungen.

Die Bronchien sind Teil der Atemwege, es sind röhrenförmige Strukturen in der Lunge, die von der Trachea ausgehen und die Luft in die Alveolen transportieren. Die Bronchialwände bestehen histologisch aus mehrreihiges respiratorisches Flimmerepithel, Drüsen (Glandulae bronchiales) und Becherzellen, endokrine Zellen sowie Knorpelspangen in den größeren Bronchialästen.

Anatomie Bronchialbaum,  Luftröhre Trachea mit Bronchien und Gefäße, Lungengefäße der Lunge
Bronchialbaum, Darstellung der Luftröhre mit Bronchien und Lungengefäße.

Tracheotomie in der Notfallmedizin

Notfallmedizin, Luftröhrenschnitt Tracheotomie der Luftröhre Trachea zur künstlichen Beatmung

Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) zur künstlichen Beatmung in der Notfallmedizin.

Die Tracheotomie (Luftröhrenschnitt, Luftröhrenpunktion) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem durch die Halsweichteile ein Zugang zur Luftröhre geschaffen wird (Tracheostoma). Indikationen zur Tracheotomie sind z.B. die Notwendigkeit einer Langzeitbeatmung nach Unfällen oder Operationen, Erkrankungen mit Störungen des Schluckreflexes usw.. Als Luftröhrenschnitt wird fälschlicherweise auch eine lebensrettende Maßnahme in der Notfallmedizin, die Koniotomie, verstanden, einer Verlegung der oberen Atemwege als letztes Mittel um Patienten vor dem Ersticken zu bewahren.

Intubation in der Intensivmedizin

Als Intubation wird das Einführen eines Tubus, Endotrachealtubus (endotracheale Intubation mittels Larynxtubus, Larynxmaske, Combitubus) bezeichnet. Es ist ein Verfahren in der Anästhesie, Intensivmedizin und Rettungsmedizin, bei dem bewusstlosen Patienten mittels Endotrachealtubus ein sicherer Atemweg hergestellt wird, über den er künstlich beatmet werden kann. Eine Hohlsonde aus Kunststoff wird durch Mund (orotracheal) oder Nase (nasotracheal) zwischen den Stimmlippen des Kehlkopfes (Larynx) in die Luftröhre (Trachea) eingebracht.

Notfallmedizin, Platzierung Intubationslaryngoskop und Endotrachealtubus
Intubationslaryngoskop und Endotrachealtubus

Notfallmedizin, Platzierung Larynxtubus, orotrachealer Tubus, Endotrachealtubus
Larynxtubus, orotrachealer Tubus.

Notfallmedizin, Platzierung Larynxmaske zur Abdeckung der Luftröhre Trachea
Larynxmaske zur Abdeckung der Luftröhre.

Bei Abdichtung mittels Ballon (Cuff) werden die Atemwege vor dem Eindringen von Sekreten (Aspiration) geschützt und eine externe Beatmung ermöglicht. Mageninhalt, Blut oder Fremdkörper können nicht in die Lunge gelangen.



Notfallmedizin, Combitubus, Combitube, Easytube zur Atemwegssicherung
Combitubus (Combitube, Easytube) mit aufgeblasenem Cuff in Luftröhre (Trachea).

Notfallmedizin, Combitube, Combitubus, Easytube zur Sicherung der Atemwege
Combitubus mit Cuff in der Speiseröhre.



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