Funktionelle Anatomie des Menschen

Anatomie der Schilddrüse

Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist eine wichtige Hormondrüse, sie gehört zu den endokrinen Drüsen, ihre Hormone wirken auf Kreislauf und Stoffwechsel. Sie produziert die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin. Die Schilddrüse hat die Form eines Schmetterlings und liegt schildartig unterhalb des Schildknorpels (Cartilago thyroidea) vom Kehlkopf (Larynx) vor der Luftröhre (Trachea). Die Schilddrüse wird von einer Bindegewebskapsel (Capsula fibrosa) umgeben, von der Bindegewebsscheiden (Septen) ausgehen und das Organ in einzelne Läppchen, diese bestehen aus mehrere Follikel, unterteilen. Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen, Glandulae parathyroideae) sind endokrine Drüsen im hinteren Bereich der Schilddrüse.

Schilddrüse und Nebenschilddrüsen

Schilddrüsen (Glandula thyreoidea) von vorn und von hinten mit Nebenschilddrüsen (Glandulae parathyroideae).

Lage der Schilddrüse von vorn mit Kehlkopf (Larynx) und Luftröhre (Trachea); Rachen (Pharynx) mit Speiseröhre (Oesophagus) und Schilddrüse von hinten (rechtes Bild).

Histologie Schilddrüsenzellen

Schilddrüsenzellen mit C-Zelle (über Blutkapillare), C-Zellen produzieren das Hormon Kalzitonin (Calcitonin, Thyreocalcitonin), ein Protein, das zur Gruppe der Peptidhormone gehört.

Histologie Schilddrüsenfollikel

Gebildet werden die Follikel der Schilddrüse von den Zellen (Follikelepithelzellen, Thyreozyten), die die Schilddrüsenhormone herstellen. Die Zellen sind einschichtig angeordnes Epithel und umschließen den rundlichen Innenraum (das Lumen) der Follikel (Schilddrüsenfollikel).

Die Rezeptoren für die Schilddrüsenhormone befinden sich in den Zellkernen und den Mitochondrien der Zellen.


Epithelial begrenzte bläschenförmige Hohlraumstrukturen des Schilddrüsenparenchyms mit Schilddrüsenzellen (Thyreozyten).



Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse.



Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse.

Bei einer Überfunktion werden zu viele Hormone T4 und T3 gebildet und ausgeschüttet, dadurch wird eine krankhafte Steigerung der Stoffwechselprozesse im gesamten Körper in Gang gesetzt.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bildet die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone.



Schilddrüsenerkrankungen:
Funktionsstörungen (Überfunktion, Hyperthyreose oder Unterfunktion, Hypothyreose), Entzündungen, bösartige Entartungen oder die Kombination der genannten Formen. Entzündungen der Schilddrüse werden als Thyreoiditis bezeichnet. Knotenbildungen in der Schilddrüse können als „Kalter Knoten“ (malignitätsverdächtig, Schilddrüsenkrebs) oder „Heißer Knoten“ (autonomes Adenom) vorkommen.



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