Funktionelle Anatomie des Menschen

Zytologie und Zytodiagnostik der Zellen und Gewebe

Die Zytologie bezeichnet die Lehre vom Aufbau der Zelle und deren Funktionen. Man versteht in der medizinischen Fachterminologie darunter die Zytodiagnostik eines Gewebes. Als Zytodiagnostik wird die Beurteilung von Zellen bezeichnet, die aus ihrem Gewebeverband durch Abstrich, Biopsie oder Punktion entnommen wurden. Die Zellen werden mikroskopisch als gefärbtes Präparat auf histologische Veränderungen untersucht. Die Zytodiagnostik dient der Früherkennung von Tumorerkrankungen, Entzündungen und zur Kategorisierung unterschiedlicher Speicherkrankheiten (Thesaurismosen), es ist mit ihr möglich Vorstadien einer Karzinomentstehung zu beobachten.

Anatomie einer Zelle
Zytologie Zellbiologie der menschlichen Zelle mit Zellorganellen Zellkern Nucleus Kernkörperchen Nucleolus, Kernhülle, Kernporen, rauhes ER, glattes ER endoplastisches Retikulum, Golgi-Apparat, Mitochondrien, Vesikel, Granula, Filamente und Zellmembran

Zelle mit Zellorganellen: 1 = Zellkern (Nucleus), 2 = Kernkörperchen (Nucleolus), 3 = Kernhülle, 4 = Kernporen, 5 = rauhes ER, 6 = glattes ER (endoplastisches Retikulum), 7 = Golgi-Apparat, 8 = Mitochondrien, 9 = Vesikel, 10 = Lysosomen, 11 = Granula, 12 = Filamente, 13 = Zellmembran.

Eine Zelle ist eine gesamte biologische Organisationseinheit, die kleinste Einheit des Lebens. Zellen sindautonom zur Reproduktion und Selbsterhaltung fähig. Aus rund 220 verschiedenen Zelltypen besteht der menschliche Körper, diese verbinden sich zu bestimmten Geweben.

Zellteilung (Zytokinese, Cytokinese)
Zellteilung Zytokinese der Zelle, Phasen der Cytokinese, Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase


Phasen der Zellteilung: 1 = Prophase, 2 = Metaphase, 3 = Anaphase, 4 = Telophase; Teilung einer Zellplasma und andere Zellbestandteile der Mutterzelle auf zwei oder mehrere Tochterzellen durch Einziehen neuer Zellmembranen, man unterschiedet Mitose (genetisches Material wird von einer Zelle auf zwei Tochterzellen verteilt) und Meiose (Form der Zellteilung nur bei Keimzellen).

Die Zellteilung als biologischer Kernprozess gewährleistet Wachstum und die Fortpflanzung aller Lebewesen. Bei der Zellteilung wird das Zellplasma und andere Zellbestandteile der Mutterzelle auf zwei oder mehrere Tochterzellen aufgeteilt, wobei getrennte Zellkompartimente durch Einziehen neuer Zellmembranen geschaffen werden.

Zellteilung einer Krebszelle
Zellteilung einer Krebszelle bei Krebs, Krebsgeschwulst, Malignom


Das Gleichgewicht ist bei einer Krebszelle zu Gunsten des Zellwachstums verändert, Krebszellen wachsen ungehindert, da hemmende Signale aufgrund von Defekten des genetischen Codes durch Mutationen im Genom fehlen.

In einem gesunden Organismus werden Zelltypen in einem ausgewogenen artspezifischen Gleichgewicht gebildet und regeneriert – Homöostase. Bei Krebs ist dieses Gleichgewicht zu Gunsten des Zellwachstums verändert, die Krebszellen wachsen dabei ungehindert.

Krebswachstum (Karzinogenese)
Krebswachstum Karzinogenese bei Krebs, Krebsgeschwulst, Malignom

Krebs (Krebsgeschwulst, Malignom) ist ein maligner (bösartiger) Tumor, eine bösartige Gewebeneubildung (Neoplasie).



Stufenförmiger Prozess der Karzinogenese (Tumorwachstum, Tumorentwicklung: Dysplasie Grad 1 im Schleimhautepithel; Dysplasie Grad 2; Dysplasie Grad 3; invasives Karzinom.



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