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Physiologie

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Physiologie Blutkreislauf des Menschen, Herz mit Fließrichtugen arterielles Blut durch linken Vorhof und linke Herzkammer in Aorta, venöses Blut durch rechten Vorhof und rechte Herzkammer in die Lungenschlagader

Herz eröffnet mit Darstellung der Fließrichtugen arterielles Blut (rote Pfeile) durch linken Vorhof und linke Herzkammer in die Aorta, venöses Blut (blaue Pfeile) durch rechten Vorhof und rechte Herzkammer in die Lungenschlagader

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Physiologie Blutkreislauf des Menschen,

Der Blutkreislauf (großer und kleiner Blutkreislauf) ist der physiologische Vorgang des Transports von arteriellem sowie venösem Blut durch das kardiovaskuläre System, das aus dem Gefäßsystem mit dem Herz besteht. Der Blutfluss wird von der Pumpfunktion des Herzens angetrieben. Beide Kreisläufe sind hintereinander geschaltet, so dass das Blut auf seinem Weg die Lungen passieren muss. Der große Blutkreislauf hat seinen Augangspunkt im linken Ventrikel des Herzens. Von dort wird das sauerstoffreiche Blut durch Kontraktionen in die Aorta, danach in nachgeordnete Arterien bzw. Arteriolen und schließlich in die Kapillaren des Körpers gepumpt. Aus dem Kapillarbett fließt das Blut zurück in die Venolen und Venen und gelangt von dort aus über die obere und untere Hohlvene in den rechten Vorhof des Herzens. Der kleine Blutkreislauf hat seinen Ausgangspunkt im rechten Ventrikel des Herzens. Von dort wird das sauerstoffarme (desoxygenierte) Blut durch die Lungenarterien in die Lungenkapillaren gepumpt. (Grafiken © Frank Geisler)

Physiologie Organismus
Blutkreislauf des Menschen

Das Kreislaufsystem vermittelt den Blutstrom durch den ganzen Körper. Es umfasst den kleinen oder Lungenkreislauf und den großen Körperkreislauf. Das Herz schaltet beide hintereinander, so dass gleiche Volumen pro Zeit durch sie fließen. Im Körper liegen die Organkreisläufe nebeneinander geschaltet und erhalten Anteile vom Gesamtstrom. Im Verlauf verzweigen sich die Gefäße von Arterien bis zu Kapillaren bei sich verengendem Durchmesser und werden danach wieder zu Gefäßen mit sich vergrößerndem Durchmesser, den Venen, zusammengeführt. Die Verzweigung vergrößert den Gesamtquerschnitt (q), so dass das Blut in Transportgefäßen schneller und bei Kapillaraustausch langsamer fließt. Strömungsprofil (v). Verengungen und Aufzweigungen erzeugen in Arteriolen den größten, in Kapillaren einen großen Widerstand (W). So fällt der Blutdruck in den Arteriolen am stärksten und wird hier am iwrksamsten reguliert – Druckprofil (P). Dabei wird der Strom auch auf die Organe verteilt. Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß. So wird in der Fachsprache der exaktere Begriff des Gefäßdruckes verwendet. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel den arteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe (BD oder BP, gebräuchlich ist auch RR für Riva-Rocci), der meistens an der Brachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch der zentralvenöse Druck von medizinischem Interesse. Entgegen naturwissenschaftlichen Gepflogenheiten und technischen Normen wird nicht der absolute Druck, sondern der Überdruck gegenüber der Atmosphäre angegeben, und es wird nicht die SI-Einheit Pascal, sondern die traditionelle Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) verwendet.

Den Kreislaufabschnitten obliegen eigene Aufgaben. Der systolische arterielle Druck wird durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt. Der diastolische arterielle Druck entspricht dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem. Die Compliance der großen Arterien und ihre Windkesselfunktion begrenzen beim Auswurf den systolischen Wert und sorgen durch ihre Pufferfunktion für einen, wenn auch geringeren, Blutfluss in der Diastole. Bei körperlicher Anstrengung nehmen Herzminutenvolumen und Durchblutung der Peripherie zu. Der Gefäßwiderstand sinkt. Der systolische arterielle Druck steigt stärker an als der diastolische Wert.

In den Arterien herrscht Transportstrom. Der Windkessel sichert während der Diastole den Betriebsdruck und kontinuierlichen Strom in die Peripherie. Die Arteriolen verteilen den Strom auf die Organe nach Stoffwechselbedürfnissen.
In den Kapillaren laufen Austausch zwischen Blut und Gewebe nach Diffusionsgefälle, wie für O2 und CO2, oder Filtrationsdruck und Resorption ab. Dabei entsteht der Lymphstrom.
Die Venen speichern Volumen und sichern den Rückstrom zum Herzen. Im Stehen dehnt das Gewicht des Blutes ihre Wand: Blut sackt nach unten (Orthostase). So zeigen Füße hohe Drücke in in Arterien und Venen, in letzteren auch große Volumen, was den Rückstrom behindert.
Die Förderleistung des Kreislaufs in Ruhe umfasst 5 l/min.; sie werden nach Bedarf auf Herz (5 %), Gehirn (15 %), Nieren (20 %), Muskeln (15 %) und anderen Organen verteilt.

Für die arterielle Druckmessung ermittelt man zwei Werte: Den oberen oder ersten Wert nennt man systolischen arteriellen Druck. Er charakterisiert den Druck im Herzen in dem Moment, in dem sich der Herzmuskel maximal zusammen zieht. Sobald sich der Herzmuskel entspannt, sinkt der arterielle Druck auf den zweiten oder unteren Wert ab (diastolischer arterieller Druck). Anstrengung und Stress sind für den Anstieg des systolischen arteriellen Drucks verantwortlich. Der diastolische arterielle Druck ergibt sich durch die Widerstandsverhältnisse in den Blutgefäßen. Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) lassen den arteriellen Druck also steigen.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

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Physiologie Blutkreislauf des Menschen, Arterien (Arteriole) und Venen (Venole) werden durch Kapillaren verbunden, hier findet der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten zwischen den Geweben und dem Blutkreislauf statt

Arterien (Arteriole rot) und Venen (Venole blau) werden durch Kapillaren verbunden, hier findet der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten zwischen den Geweben und dem Blutkreislauf statt

Physiologie Blutkreislauf des Menschen, Filtration in den Blutkapillaren, Resorption zwischen Blutkapillaren und Lymphgefäß

Filtration in den Blutkapillaren, Resorption zwischen Blutkapillaren und Lymphgefäß

medical art of the humans
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03.10.2013 © Frank Geisler