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Physiologie

Tags: Kopf, Nasen-Rachen-Gang, Nasenrachenraum, Geruch, Riechen, Riechepithel, Riechzellen, Riechbahn, Riechkolben, Bulbus olfactorius, Nervenzellen, Nerven, Nervenbahn, Zunge, Lingua, Glossa, Schleimhaut, Mund, Mundhöhle, schmecken, Geschmack, Geschmacksknospen, Geschmackszonen, Sinne, Sinnesorgan, Sinnesorgane, Papille, Papillen, Sinneszellen, Zungenspitze, Apex, Gehirn, Hirn, Hirnstamm, Hirnrinde, Reize, Reiz, Geschmacksreize, süß, sauer, salzig und bitter, Anatomie, Physiologie, Organismus, Organe, Mensch, Medizin, Humanmedizin, Bild, Grafik, Illustration, Zeichnung

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Hinbasis mit Riechkolben Bulbus olfactorius im Frontallappen

Hinbasis mit Riechkolben (Bulbus olfactorius) im Frontallappen

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Limbisches System mit Riechkolben Bulbus olfactorius
Limbisches System mit Riechkolben

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Riechzellen in der Regio olfactoria, im Riechepithel der Nasenschleimhaut

Riechzellen in der Regio olfactoria, im Riechepithel der Nasenschleimhaut

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Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Kopf mit Nasenhöhle und Regio olfactoria mit Riechzellen sowie Geschmacksorgan Zunge Glossa

Sagittalschnitt durch den Kopf nahe der Medianebene, dabei wird die Nasenhöhle sichtbar, mit der Regio olfactoria (rot), wo die Riechzellen sitzen, sowie dem Geschmacksorgan Zunge mit Geschmacksknospen für die Geschmackswahrnehmung. Riechzellen sind bipolare, mit kleinen Härchen (Zilien) besetzte Rezeptoren, die das erste Neuron, also die erste Station der Riechbahn darstellen. Dieser erste Teil der Riechbahn endet im Riechkolben (Bulbus olfactorius) im Frontallappen des Großhirns. Riechzellen sind Bestandteil des Riechepithels, das aus Riechzellen, Stützzellen und Ersatzzellen besteht. Die Geschmackszonen der Zunge (Lingua, Glossa tongue) mit Geschmacksknospen sind beerenförmige Gewebestrukturen in der Schleimhaut mit Sinneszellen für die Wahrnehmung des Geschmacks. Die Zunge ist ein von Schleimhaut überzogener Muskelkörper, der den Boden der Mundhöhle bei geschlossenem Kiefer voll ausfüllt. (Grafiken © Frank Geisler)

Physiologie Sinnesorgane
Chemische Sinne, Geruchssinn, Geschmackssinn

Geruch und Geschmack sind chemische Sinne, welche Reizstoffe aufnehmen. Die Riechwahrnehmung, auch Geruchssinn, olfaktorischer Sinn oder olfaktorische Wahrnehmung, bezeichnet die Wahrnehmung von Gerüchen. Daran sind zwei sensorische Systeme beteiligt: das olfaktorische und das nasal-trigeminale System. Geruch und Geschmack interagieren und beeinflussen sich gegenseitig. Der Geruchssinn ist der komplexeste chemische Sinn. Als Sinnesorgane wirken das Riechepithel im oberen Nasengang und die Geschmacksknospen auf Zungenrand und Zungengrund. Von ihnen ziehen der Riechnerv im Bulbus olfactorius sowie Geschmacksfasern der Nn. facialis (VII), glossopharyngeus (IX) und vagus (X) zum Zentralnervensystem.

Als Geruchsreize transportiert die Atemluft gasförmige Stoffe zum Riechepithel, was durch "Schnüffeln" vertärkt wird. Sie verändern sich im Nasenschleim in Lösung und besetzen die Membran von Kolben und Zilien der Riechzellen. Das erzeugt Generator- und Aktionspotenziale. Die Erregung läuft in das Riechhirn, zum limbischen System und in Reflexzentren. Der Olfaktorische Cortex, auch Rhinencephalon (Riechhirn), beinhaltet die Strukturen des Großhirns, die zur Wahrnehmung und zentralen Verarbeitung von Gerüchen dienen. Er ist völlig anders aufgebaut als die übrigen rezeptiven Felder.

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Steuerung der Verdauungssekretorik im ZNS, Geruch Geruchssinn und Geschmack Geschmackssinn

Steuerung der Verdauungssekretorik im ZNS, Darstellunge der Lage der Bereiche für Geruchssinn und Geschmackssinn

Die Großhirnrinde ist hier strangartig nach vorn ausgezogen und bildet den Bulbus olfactorius (Riechkolben) und den Pedunculus olfactorius. Diese beiden haben beim Menschen durch erhebliche Reduktion der Zellzahl ihren corticalen Charakter weitgehend verloren. Aufgrund der langgezogenen Form wurde der Olfaktorische Cortex von den alten Anatomen als Nerv fehlinterpretiert. Die Geruchsqualitäten von 6 Stoffgruppen sind einzelnen Zellen zugeordnet. Die Geruchsstärke ist abstufbar und lässt bei gleichem Reiz motivationale Wertung zwischen Duft und Gestank zu. Neben der Wahrnehmung setzen die Reize lebenswichtige Nahrungsreflexe in Gang.

Als Geschmacksreize wirken feste oder flüssige Stoffe. Diese gelangen im Speichel gelöst in die Poren der Geschmacksknospen. An der Membran der Mikrozotten der Schmeckzellen erzeugen sie Generatorpotenziale, die anliegende Nervenfasern in Erregung umsetzen. Die Erregung gelangt über den Hirnstamm zur sensorischen Hirnrinde.
Als Geschmacksqualitäten werden süß, sauer, salzig und bitter aufgenommen. Sie gehören zu 4 Stoffgruppen und sind einzelnen Zellen zugeordnet. Diese verteilen sich von der Zungenspitze zu ihrem Grund und leiten nacheinander auf die Nerven VII, IX und X. Die Geschmackstärke ist abgestuft und erlaubt Erkennen der Reizqualität erst bei stärkerem Reiz als das Wahrnehmen einer Reizung. Die Reize bewirken Schmecken mit affektiver Wertung für schlechten und guten Geschmack und steuern lebenswichtige Verdauungsreflexe.
Geruch und Geschmack zeigen starke Adaptation, das heißt, Reize werden wenige Sekunden nach Beginn schon unwirksam.

Bei der Riechstörung, Geruchsstörung (Dysosmie) handelt es sich um einen zusammenfassenden Oberbegriff für verschiedene Arten von Störungen des Geruchssinns:
Anosmie, der vollständige Verlust der Geruchswahrnehmung;
Hyposmie, eine verringerte Geruchswahrnehmung;
Hyperosmie, eine Überempfindlichkeit gegenüber Geruchsreizen;
Parosmie, eine veränderte Wahrnehmung von Gerüchen;
Phantosmie, eine Wahrnehmung nicht vorhandener Gerüche.

Die Geschmacksstörung ist der Oberbegriff für verschiedene Störungen der gustatorischen Wahrnehmung:
Ageusie, der völlige Verlust der Geschmacksempfindung;
Dysgeusie, Störung der Geschmacksempfindung;
Hypogeusie, eine eingeschränkte Geschmacksempfindung;
Hypergeusie, eine Überempfindlichkeit gegenüber Geschmacksreizen;
Parageusie, die veränderte Wahrnehmung von Geschmacksreizen;
Phantogeusie, die Wahrnehmung von gar nicht vorhandenen Geschmacksreizen.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

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Physiologie Sinnesorgane Mensch, Zunge Glossa mit Bereichen der Geschmacksqualität sowie Reizleitung durch Geschmacksnerven und ZNS

Zunge (Glossa) mit Bereichen der Geschmacksqualität sowie Reizleitung durch Geschmacksnerven

Physiologie Sinnesorgane Mensch, Geschmacksknospe oder Schmeckknospe Caliculi gustatori in Mundschleimhaut
Geschmacksknospe oder Schmeckknospe (Caliculi gustatori), eine zwiebelförmige Zellstruktur in der Mundschleimhaut
Physiologie Sinnesorgane Mensch, Geschmackszellen einer Geschmacksknospe Caliculi gustatori
Geschmackszellen einer Geschmacksknospe

medical art of the humans
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03.10.2013 © Frank Geisler