Anatomie & Physiologie online

Anzeige

.

Physiologie

Tags: Blutkreislauf, enterohepatisch, enterohepatischer, Entgiftung, Entgiftungsorgan, Galle, Gallenproduktion, Gallensäure, Glisson, Trias, Glisson-Trias, glissonsches, Hepar, Leber, Leberparenchym, Leberzelle, Leberzellen, Hepatozyt, Hepatozyten, Itozelle, Ito-Zelle, Ito-Zellen, Fettspeicherzelle, Kreislauf, Kupffer-Sternzelle, Kupffer-Sternzellen, Kupffer-Zelle, Kupffer-Zellen, kupffersche, Kupffersternzelle, Kupfferzelle, Oberbauch, periportal, periportales, Pfortader, Portalkreislauf, Speicher, Speicherfunktion, Speicherorgan, Stoffwechsel, Stoffwechselorgan, Kontrollorgan, Tria, Trias, Zelle, Zellen, Anatomie, Physiologie, Organismus, Organe, Mensch, Medizin, Humanmedizin, Bild, Grafik, Illustration, Zeichnung

Physiologie Organe, Stoffwechsel in der Leber, Anatomie Ultrastruktur eines Leberläppchen Zentralvenenläppchen, Lobulus hepatis
3D Ultrastruktur eines Leberläppchens (Zentralvenenläppchen, Lobulus hepatis)

Anzeige

Home

Anatomie

Physiologie

Wissenswertes

Impressum

E-Mail

Anatomie Atlas online, Anatomie des Menschen

Physiologie Organe, Stoffwechsel in der Leber, Leberzellen Hepatozyten mit Zellorganellen und Zellkompartimenten

Leberzellen (Hepatozyten) mit Zellkompartimenten. Die Leber (Hepar) ist eng in die Steuerung des Glukose-, Fett- und Eiweißstoffwechsels eingebunden. Blut fließt durch die Sinusoide an den Leberzellen vorbei, hier findet der Stoffaustausch statt. Einige Stoffe gelangen wieder in das Blut und werden über das Kreislaufsystem im Körper verteilt. Blut fließt durch die Sinusoide an den Leberzellen vorbei, hier findet der Stoffaustausch statt. Die Leberzellen leisten nun die metabolische Arbeit, speichern Stoffwechselprodukte oder bilden Gallenflüssigkeit, welche in die zwischen zwei eingeschlossenen Gallenkanälchen abgegeben wird. Als enterohepatische Kreislauf oder Darm-Leber-Kreislauf wird das Zirkulieren bestimmter Substanzen zwischen Darm, Leber und Gallenblase bezeichnet. Dies betrifft neben körpereigenen Substanzen wie beispielsweise den Gallensäuren auch eine Reihe von Arzneistoffen und Giften. Die Pfortader (Vena portae) sammelt das Blut aus den Bauchorganen (Magen, Dünndarm, Dickdarm, Teile des Mastdarms, Bauchspeicheldrüse, Milz) und führt es der Leber zu. (Grafiken © Frank Geisler)

Physiologie Organe
Stoffwechsel,
Funktionen der Leber

Die Leber ist das Kontrollorgan des Stoffwechsels. Dazu befähigen sie ihre Einordnung im Kreislauf, der Bau des Gefäßbettes und die Leistungen der Leberzelle.
Vom Kreislauf erhält die Leber über die Pfortader 1100 ml/min Blut aus dem Dünndarm und Milz und über die A. hepatica 400 ml/min O2-reiches Blut. Sie kontrolliert damit 1500 ml/min, also 30 Prozent der Kreislaufförderung. Die Lebergefäße fassen 500 ml Blut und können noch 500 ml speichern, zusammen 10 Prozent des Körperblutvolumens.

Die Pfortader (Vena portae) sammelt das Blut aus den unpaaren Bauchorganen (Magen, Dünndarm, Dickdarm, Teile des Mastdarms, Bauchspeicheldrüse und Milz) und führt es der Leber zu. Das Blut der Pfortader ist sauerstoffarm (venös) und nach dem Essen reich an Nährstoffen (aus den Verdauungsorganen) bzw. an Abbauprodukten (z.B. Bilirubin). Die Venen der genannten Organe vereinigen sich zur Pfortader, die an der Leberpforte zusammen mit der Leberarterie (Arteria hepatica propria) in die Leber mündet. In den Kapillaren der Leber, den Lebersinusoiden, mischt sich das nährstoffreiche Blut aus der Pfortader mit dem sauerstoffreichen Blut aus der Leberarterie und steht so dem Stoffwechsel der Leberzellen zur Verfügung. Aufgabe der Pfortader ist es, der Leber direkt die im Darm erschlossenen Nährstoffe und auch mögliche Giftstoffe zuzuführen. Letztere werden in der Leber abgebaut bevor sie in den weiteren Blutkreislauf gelangen. Dies hat dabei auch den unerwünschten Effekt zur Folge, dass Medikamente unter Umständen in der Leber in hohem Maße abgebaut werden, bevor sie über den Blutkreislauf zum Zielorgan gelangen können.

Physiologie Organe, Stoffwechsel in der Leber, Sinosoid mit Zentralvene und Kapillargefäße mit Leberzellbalken beim Leberläppchen

Schema Sinosoid mit Zentralvene und Kapillargefäße mit Leberzellbalken eines Leberläppchens

Das Kapillarbett bilden die Sinosoide. Sie entstammen den Pfortaderästen um die Leberläppchen und leiten das Blut über Zentralvenen zur Hohlvene. In sie münden Arterienzweige. Ihre Wand besteht aus gefenstertem Endothel mit Kupfferschen Sternzellen (Kupffer-Sternzellen, Browicz-Kupffer Zellen) als Filter. Dadurch tauschen die einzellig liegenden Leberzellen Lymphe und Plasma untereinander intensiv aus. Seitlich zwischen den Zellen laufen die Gallenkanälchen.

Die Leberzelle kontrolliert das Blut durch Aufnahme resorbierter Nährstoffe, von Bilirubin, Hormonen und Abbaustoffen sowie Abgabe von Körpersubstanzen, Sekreten, Entgiftungs- und Ausscheidungsstoffen.

Als Stoffwechselkontrolle erzeugt die Leber Glucose aus Monosacchariden, Fetten oder Aminosäuren und hält ihren Blutspiegel konstant. Sie bildet Glykogen (Glycogen) und speichert es. Fettsäuren baut sie zum Energiegewinn ab oder in Triglyceride, Cholesterol, Phosphatide und ungesättigte Fettsäuren um. Die Fettbildung erfolgt aus Glucose oder Proteinen. Aus Aminosäuren entstehen Albumin, Fibrinogen, Globuline und Gerinnungsfaktoren mit konstantem Blutspiegel. Die Desaminierung (chemische Abspaltung einer Aminogruppe als Ammonium-Ion) bildet Harnstoff zur Ausscheidung. Giftstoffe werden für die Ausscheidung durch die Nieren wasserlöslich gemacht.

Die Galle sondert Gallensäuren für die Fettverdauung ab und scheidet Cholesterol und Bilirubin aus.

Die Sternzellen filtern resorbierte Bakterien, Viren und Fremdstoffe aus und zerlegen sie zur Ausscheidung oder Wiederverwendung in ihre Bauteile.

(nach oben)
Medical Art Frank Geisler

Medical Art
Anzeige

Physiologie Organe, Stoffwechsel in der Leber, Pfortaderkreislauf, venöser Blutkreislauf der Pfortader Vena portae
Pfortaderkreislauf, ein venöser Blutkreislauf, der das Blut aus dem gesamten Magen-Darm-Trakt und der Milz über die Pfortader (Vena portae) zunächst der Leber und von dort der unteren Hohlvene (Vena cava inferior) zuführt

Physiologie Organe, Stoffwechsel in der Leber, Histologie Leberläppchen, Zentralvenenläppchen, Lobulus hepatis
Histologischer Schnitt durch ein Leberläppchen

Leberläppchen sind kleine morphologische Struktureinheiten des Lebergewebes, die aus Leberzellen (Hepatozyten) aufgebaut sind. An den Eckpunkten benachbarter Leberläppchen liegen die Periportalfelder. In diesen verläuft jeweils eine Arteria interlobularis (Ast der Leberarterie), eine Vena interlobularis (Ast der Pfortader) und ein Gallengang (Ductus biliferus). Diese Gefäße bezeichnet man als Glisson-Trias (Glissonsches Dreieck, periportale Trias).

medical art of the humans
from Frank Geisler

Nützliche Links im World Wide Web

anatomy art of the humans
from Frank Geisler

03.10.2013 © Frank Geisler